Siegerland-Sport

Aug18

Hier trifft Ole Rahmel vom VfL, insgesamt taten sich die Gummersbacher aber schwer.

“Wann bekommt man schon mal die Chance, gegen den VfL Gummersbach zu gewinnen?” Recht hat er, der Caslav Dincic. Und die Antwort lautet: Am Dienstagabend beim Benefizspiel des TuS Ferndorf gegen den Bundesligisten war es soweit. 34:36 haben die Siegerländer am Ende verloren, zur Halbzeit lagen sie ebenfalls mit 2 Toren zurück (14:16). Die Partie wurde zugunsten der Kinderkrebsstation des Kinderklinikums Siegen ausgetragen – ein Zweck, der nicht nur dank der Ansprache von Christian Pilz vor fast 1000 Zuschauern in Kreuztal gewürdigt wurde. Ich habe nach der Partie den Pressesprecher des TuS Ferndorf, Roger Becker, vor dem Mikrofon gehabt.

YouTube Preview Image

Zurück zum Sportlichen: Aus dem anfangs erwähnten Zitat von Trainer Dincic hört man schon raus: Ein wenig hat es den Serben gewurmt, dass sein Team die Chance heute nicht genutzt hat. Sie war nämlich da, keine Frage. Der VfL Gummersbach trat ohne den Maßanzug an, so wurden einige Stars geschont, da der VfL am nächsten Tag zu einem anstrengenden Turnier nach Kroatien aufbricht. Dennoch: Die Jungs, die da in Blau in Kreuztal aufliefen, stehen allesamt im Bundesligakader – dafür war die Leistung vielleicht ein wenig schwach. Oder anders ausgedrückt: Der TuS Ferndorf zeigte insgesamt eine ansprechende Vorstellung.

Pech, dass die Siegerländer durch ein paar Unstimmigkeiten und Unkonzentriertheiten rasch mit 1:6 hinten lagen und diesem Rückstand erstmal hinterherliefen. Doch gute Paraden von einem in dieser Phase sehr überzeugenden Kai Rottschäfer brachten den TuS wieder ran. Übrigens: Fast 1000 Zuschauer in der Stählerwiese: Schon wieder Gänsehautfeeling und dass noch mehr als drei Wochen vor Saisonstart. Hinten klappte phasenweise die Deckungsarbeit gut, Christian Stelzenbach deutete an, wie wichtig er auf der Abwehrposition in der Mitte werden kann. Aggressiv, kompromisslos – der Ex-Hüttenberger hatte gute Szenen.

Drei mal passte es, ein Siebenmeter ging daneben. Dennis Aust an der Marke.

Noch besser gefiel den Zuschauern die neue Nummer 22 beim TuS. Christian Rommelfanger ließ keine Zweifel aufkommen, dass er eine Riesenverstärkung in der Dritten Liga sein wird. Sprungkraft bis unters Hallendach und gute Würfe von neun Metern – der Mann auf Halblinks kam alleine auf elf Buden. Außerdem in Topform gegen den Bundesligisten: Mirza Sijaric. Frisch aus der Sommerpause, die Haare ordentlich gelegt, drehte der Linksaußen ordentlich auf, kam auf 9 Tore. Und drehte dabei Dinger um VfL-Keeper Hammerschmidt, die schon mehr als “krumm” waren.

Michael Lerscht hatte hier sichtlich eine andere Auffassung als die Schiedsrichter.

Sicher, es war nicht alles gut an diesem Dienstag. Sonst hätten die Ferndorfer schließlich gewonnen. So war zum Beispiel Michael Feldmann noch nicht ganz auf der Höhe, auch Alen Sijaric sah nicht immer glücklich aus. Im Ferndorfer Aufbauspiel und auch bei Kontern war noch etwas Sand im Getriebe, manchmal ging es nicht schnell genug, Gegenstöße wurden nicht konsequent ausgespielt. Einge gute Möglichkeiten gingen daneben, vor allem in der Phase um die 48. Minute, als der TuS mit zwei Toren führte, war mehr drin.

Am Ende ein 34:36, mit dem man dann doch in Ferndorf gut leben kann. Wer weiß, wie das Ding geendet wäre, wenn die Schiedsrichter zumindest zu einem kleinen Teil mal für den unterklassigen Heimverein gepfiffen hätten… die Jungs in Schwarz lagen einige Male falsch, aber es ist müßig, darüber zu streiten. Schön, dass Carsten Lange in der Halle war. Der Halbrechte des TuS fällt bekanntlich mit einem Kreuzbandriss lange aus und war am Abend vor der Operation in Köln noch mal bei seinen Kollegen in der Halle – und durfte nur zusehen. Für ihn persönlich natürlich eine schwierige Situation.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und was sagt der Trainer zum Auftritt? Am Mikrofon vor der Kamera nach dem Spiel: Caslav Dincic.

YouTube Preview Image


2 Kommentare

  • Kommentar by Meiswinkeler — 18. August 2010 @ 15:45

    Schade Beachtliche knappe Niederlage für den TuS Respekt!!!

  • Kommentar by ubelling — 20. August 2010 @ 00:50

    Den Kommentaren entnehme ich, dass es ein schönes und gutklassiges Spiel gewesen sein muß. das ein Trainer noch ein paar Haare in der Suppe findet ist normal – eine sehr sachliche, fachlich fundierte Analyse vom Trainer !

    Nun ist es für den TuS wichtig, dass der Saisonstart gut gelingt um gleich zu Beginn genügend Selbstvertrauen mitzunehmen – das mag letzte Saison auch ein Mank gewesen sein ?

    Daher – auch wenn es nicht vorrangig ist, das Erreichen der nächsten Runde im DHB Pokal gegen Freiberg wäre schon prima !

    Auf Jungs in die Saison 2010/2011 !!!

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar