
Es ging hart zur Sache in beiden Abwehrreihen. Hier besteht Tim Hilger den Trikottest von Mindens Hane.
Der Hexenkessel Stählerwiese – selten war wohl die Stimmung so explosiv, so fesselnd, so packend und laut wie am Samstag im Spitzenspiel des TuS Ferndorf gegen GWD Minden II. Als Mirza Sijaric einen holprigen Pass von Tim Hilger drei Sekunden vor dem Ende der Partie aufnahm, lang in den Kreis sprang und das Ding irgendwie am Keeper vorbei in die Maschen eierte, stand die Halle komplett Kopf. Ich habe mal diese letzten Sekunden in meiner Radioreportage rausgeschnitten:
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Unfassbare Stimmung, neben mir am Kommentatorentisch saßen Marc Stenske und Carsten Lange, wir sind beim entscheidenden Tor kollektiv ausgerastet. Es war der verdiente und angemessene Höhepunkt eines unglaublich intensiven, spannenden Spiels gegen eine individuell erstklassige Mindener Mannschaft. Die Grün-Weißen präsentierten sich in Kreuztal mit allen ihren Jungprofis, zogen einen technisch blitzsauberen Handball auf, spielten ganz stark Abwehr und überzeugten in der Offensive vor allem im Rückraum. Steinert, Südmeier, Bagats, Fuchs – sie alle hinterließen einen richtig guten Eindruck. Der TuS Ferndorf hielt vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit dagegen. Mit einem eindrucksvollen Alen Sijaric, der in den ersten Minuten wichtige Tore warf und danach in der Abwehr durchberserkte, mit einem sicheren Max Hamers im Tor, ohne den angeschlagenen Christian Rommelfanger, dafür mit einem erneut frischen, belebenden und unbeeindruckten Julian Schneider. Schneider holte nach dem Seitenwechsel extrem wichtige Zeitstrafen und Siebenmeter heraus, schoss selber drei Tore.

Max Hamers hielt wieder gut und freute sich nach der Partie im Arm von Dennis Aust.

Kleiner Mann ganz groß: Mirza Sijaric, entscheidender Torschütze, nimmt die Gratulation von Kalli Fichtner entgegen.
Zur Pause hatte es 13:13 gestanden, das Spiel war quasi über 60 Minuten hauteng. Nur ein Mal konnte sich ein Team auf mehr als ein Tor absetzen – beim Stand von 20:17 hätte man Hoffnung haben können, dass der TuS das durchzieht. Allerdings versagten dann ein wenig die Nerven, Minden kam wieder ran und so lief alles auf dieses Wahnsinns-Finale hinaus. Caslav Dincic, Trainer des Tabellenführers, sagte nach dem Spiel:
„Ich wäre auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, aber wir haben heute den Sieg durch Kampf und Leidenschaft und durch eine gute Abwehrarbeit verdient. In der Auszeit sieben Sekunden vor dem Ende habe ich Mirza gesagt: Spring lang und dann wirf, ob er dann reingeht oder nicht, egal. Er ging rein. Beim letzten Mal hat er in der letzten Sekunde noch einen Fehler gemacht, heute ist er der Held. Ich würde sagen: Krise vorbei.“
Hier ein Interview mit Torwart Max Hamers nach der Partie – wir beide waren immer noch emotional aufgeladen.
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7 Kommentare
Kommentar by Ehemaliger — 14. März 2011 @ 18:54
Es sollte wenigstens der Fotograf der Bilder erwähnt werden!
Kommentar by Sam — 14. März 2011 @ 18:59
Hallo Duese!
Es muss richtig heissen: Aus-aus-aus-aus-das Spiel ist aus und nicht:
Aus-das Spiel ist aus-das Spiel ist aus!
Kommentar by dschaefer — 14. März 2011 @ 19:16
@Sam Immerhin, also nicht wörtlich Zimmermann kopiert.
Kommentar by dschaefer — 14. März 2011 @ 19:17
@Ehemaliger. Gerne! Hast recht.
Also die Bilder von Hamers/Aust und Sijaric/Fichtner hat ein Vollhonk geknipst, der nicht die geringste Ahnung hatte, was er da tut. Glück, dass der Autofokus an war. Plus Höchstarbeit in Photoshop.
Bitte schön.
Kommentar by Ehemaliger — 14. März 2011 @ 19:25
Na bitte geht doch! Aber ne Kamera bedienen die nicht zoomen kann ist auch eine Herausforderung! Ich finde die Bilder toll:-)
Kommentar by dschaefer — 14. März 2011 @ 20:13
Festbrennweite ist das Stichwort, Herr Ehemaliger. Egal.
Die Bilder sind gut. Du könntest mir da während der Spiele demnächst vielleicht öfter zur Hand gehen… Stichwort Praktikant…
Kommentar by Ehemaliger — 14. März 2011 @ 22:14
Hmm. Muss ich mir mal überlegen. Das mit der Festbrennweite ist meiner Kreativität natürlich hinderlich. Aber warum nicht. Ich schreib mal ne Bewerbung.
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