Keine zwei Wochen ist es her, dass der TuS Ferndorf seinen Neuzugang Jonas Faulenbach für die neue Saison präsentiert hat. Dass das aber nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Kaderplanungen für die schwere, neue Saison in der Dritten Handball-Liga war, kann man sich leicht ausrechnen. Zwei offene Baustellen waren zum Beispiel die regionalen Kollegen von Faulenbach. Da ist zum einen Peter Dettling. Der Linkshänder trägt in dieser Saison fast alleine die Verantwortung im rechten Rückraum. Carsten Lange ist zwar in seiner Reha-Phase nach dem Kreuzbandriss schon recht weit, seine Rückkehr wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern. Dettling also spielt quasi durch, Auswechslungen sind kaum mal möglich. Gleich zu Beginn der Saison stellte TuS-Coach Caslav Dincic in der Abwehr um, so dass der Ex-Hüttenberger nun defensiv nicht mehr auf der halben Position verteidigen muss.
Dettling wechselte vor der Saison aus Fredenbeck zum TuS Ferndorf und hatte zu Beginn hart zu kämpfen. Es gab Spiele mit schwächeren Leistungen, viel war da wohl auch im Kopf an Arbeit zu leisten. Dazu kommt die Eingewöhnungsphase in der neuen Mannschaft und unter einem Trainer, der immer volle Leistung fordert. Dincic und Dettling – man sieht die beiden öfter im “Austausch” an der Seitenlinie – zuletzt beim unglücklichen 32:32 gegen Bayer Uerdingen, bei dem Peter Dettling in der letzten Minute neben dem Ballverlust von Mirza Sijaric ein mitentscheidender Fehler unterlief, als er erst einen Fehlpass spielte und dann durch ein Foul eine Zeitstrafe kassierte. Dennoch: Insgesamt ist der Verein mit dem Hessen voll zufrieden, das hat Caslav Dincic zuletzt auf der Pressekonferenz zur Vorstellung Faulenbachs noch einmal bestätigt. Der spielstarke und technisch gute 30jährige soll mindestens noch ein Jahr gehalten werden, da sind sich Trainer und Manager einig. Die Gespräche verliefen gut, Dettling hat zugesagt. Die Nr. 8 im Ferndorfer Trikot wird also noch ein Jahr bei den Siegerländern auflaufen. Freut mich sehr, da Peter ein sehr angenehmer Zeitgenosse ist, sehr sympathisch, guter Typ.

Voller Einsatz. Bis zum Veilchen. Als Arzt sollte Stelzenbach die richtige Behandlung dagegen kennen.
Die zweite Baustelle in Sachen “Hesse” heißt Christian Stelzenbach. “Stelze” hat sich schon jetzt als Bombenverstärkung erwiesen. Mit seiner Erfahrung und seinem aggressiven, kompromisslosen Spiel hat sich der Mediziner beim TuS vor allem in der offensiven Abwehrformation quasi unverzichtbar gemacht. Am Kreis kommt Stelzenbach bisher auf 53 Tore. Bei ihm dürfte Manager Harald Münker wohl immer noch der eine oder andere Zweifel plagen, ob er weiter beim TuS bleibt oder nicht. Als Arzt im Krankenhaus in Gießen steht der blonde Kreisläufer oft vor zeitlichen Problemen (24-Stunden-Schichten, z.B.). Auch ihn will man unbedingt halten. “Er ist unheimlich wichtig für die Mannschaft”, gab Harald Münker zu Protokoll. Ich habe Stelze beim letzten Interview im Training also mal zur aktuellen Situation angesprochen. Den Clip hatte ich für meinen Liveticker bei der Siegener Zeitung online und Radio Siegen produziert. Die Situation ist auch nach wie vor genau so (meines Wissens nach):




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