Siegerland-Sport

Mai7

Mirza Sijaric war zuletzt krank, gegen Leichlingen sollen es wieder ein paar Minuten mehr Einsatzzeit werden.

Noch drei Punkte. Mindestens. Drei Punkte wird der TuS Ferndorf wohl noch benötigen, um sich in der Dritten Handball-Liga die Medaille umzuhängen. Vor den letzten beiden Spieltagen haben die Ferndorfer zwei Punkte Vorsprung vor dem TuS Wermelskirchen, der sich mit seiner fast beängstigend Siegesserie in der Rückrunde schon jetzt jeglichen Respekt verdient hat. Und zur Erinnerung: Den direkten Vergleich haben die Siegerländer verloren, Punktgleichheit in der Endabrechnung reicht also nicht zum Titelgewinn. Da passt es ganz gut, dass mit dem letzten Auswärtsgegner der Saison ohnehin noch eine Rechnung offen ist.

Die Piraten vom Leichlinger TV haben sich im Dezember in der Kreuztaler Stählerwiese als das beste Team der Hinrunde präsentiert und das Hinspiel gegen den TuS mit 30:28 gewonnen, eine Scharte, die die Ferndorfer Spieler gerne auswetzen wollen. “Wir wollen gegen kein Team in dieser Saison zwei Mal verlieren”, war dann auch der Tenor in meinen Abschlussinterviews am Donnerstag. Und vor allem nicht gegen Leichlingen, könnte man wohl noch in Gedanken dahinter setzen. Treffen der TuS und der LTV aufeinander, ist das auch ein Aufeinanderprallen zweier Handballsysteme, Spielanlagen und Philosophien. Und zweier Trainer, die beide für ihre, sagen wir, eigene Art bekannt sind. Caslav Dincic wird alles daran setzen, sein Team für diesen Auftritt so einzustellen, dass man die Fehler aus dem Hinspiel nicht mehr macht, dass man vorne weniger verwirft und dass man noch mehr Erfolg darin hat, die lang gewachsenen, kräftigen Leichlinger Schützen zu stören.

Die rechte Abwehrseite des TuS mit Peter Dettling und Carsten Lange. Gegen Leichlingen müsste defensiv wohl mehr kommen als gegen Altenhagen.

Caslav Dincic neben dem unter der Woche vorgestellten Neuzugang Mario Allendörfer.

Zwei Punkte sollen es also bitte sein aus Leichlingen. Das wünschen sich auch die Fans – rund 200 werden es wohl sein, die aus dem Siegerland mit zu den Piraten pilgern. Der Fanclub Füchse hat eigens dafür einen Bus bestellt und wird lautstark Stimmung machen. Zeitgleich um 19 Uhr steigt in Wermelskirchen die Partie gegen Schalksmühle, durchaus mit entscheidendem Charakter für die Ferndorfer. Radio Siegen und die Siegener Zeitung bieten für Interessierte am Meisterschaftsausgang den vollen Service, ausgeführt wieder von meiner Kleinigkeit. Liveticker vom Spiel in Leichlingen hier bei der SZ-Online und hier auf RadioSiegen.de. Dazu gibt es bei der Live-Übertragung im Radio (oder Webplayer hier) eine Konferenzschaltung nach Wermelskirchen, wo wir ebenfalls einen Kollegen vor Ort haben. Das Zwischenergebnis wird jeweils auch im Liveticker verkündet. Am liebsten wäre es dem TuS jedoch, man würde so wenig wie möglich nach Wermelskirchen schauen und ausschließlich auf sich selbst gucken. Wenn man das auch im letzten Spiel gegen Nordhemmern beherzigt und tatsächlich zwei Siege herausspringen würden, dann könnte Wermelskirchen nämlich noch 200 Tore werfen und Ferndorf wäre trotzdem Meister. Das bekannte Bayern-Gefühl von “Mia san mia” könnte dem TuS Ferndorf im Endspurt der Meisterschaft also guttun.




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