Siegerland-Sport

Okt30

Volle Manpower in der Abwehr gegen Wermelskirchen.

War der Sieg in Rheinhausen vor einer Woche der Turn-Around? Im Auf und Ab der letzten Wochen scheint der TuS Ferndorf in der Dritten Handball-Liga zumindest ein wenig an Konstanz gewonnen zu haben. Auch das Heimspiel gegen den TuS Wermelskirchen wurde gewonnen. Gegen den Tabellenführer gab es einen verdienten 30:24 (14:13)-Erfolg vor heimischem Publikum. In der Stählerwiese entwickelte sich in der ersten Hälfte ein enges Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Seiten zwar aggressiv und intensiv zu Werke gingen, aber sich gegenseitig mit kleinen Fehlern im Spiel hielten.

Die Körpersprache der Ferndorf schon in Abschnitt eins eine komplett andere als noch im letzten Liga-Heimspiel gegen die HSG Varel. Die Weichen für eine starke zweite Hälfte wurden schon gestellt, als Max Hamers im Tor des gastgebenden TuS einen Gegenstoß von Johannes Clausing frei parierte und Dennis Aust per Peitsche aus dem Rückraum die 14:13-Pausenführung herausballerte. Quasi zum ersten Mal in dieser Saison erwischten die Siegerländer einen Start nach Maß in die zweite Hälfte. Die Abwehr jetzt bärenstark, auf der linken Halbposition machte Alen Sijaric alles platt, was

Kai Rottschäfer (links) ist wieder da, kam gegen Wermelskirchen aber noch nicht zum Einsatz.

ihm entgegentrat. Die Ballgewinne nutzte Ferndorf vorne nun konsequent aus – auf der Mittelposition zog für den verletzten Michael Feldmann Neuzugang Mario Allendörfer klasse die Fäden und erzielte noch dazu Tor um Tor. Immer wieder sah der Ex-Wetzlarer die Lücken in der Deckung des TuS Wermelskirchen, pfefferte Stemmis durch die Lücken und ließ Roland Mainka keine Chance. Auch Jonas Faulenbach lief wieder zu starker Form auf und traf mal aus dem Rückraum, mal spielerisch nach “Durchmogeln” am Kreis.

Kurz wurde es beim 22:20 noch mal knapp, dann zog Ferndorf jedoch mit unwiderstehlichem Einsatz und gutem Abwehrspiel wieder davon, um am Ende verdient mit sechs Toren Vorsprung zu gewinnen. Christian Stelzenbach, der am Kreis wieder 60 Minuten durchrackerte, meinte zum Spiel:

“Wir haben heute vor allem in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Mario Allendörfer hat heute dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Er hat in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken müssen, aber heute hat er gezeigt, warum wir ihn brauchen und dass wir mit ihm als Anspieler und Torschütze noch schwerer auszurechnen sind.”




2 Kommentare

  • Kommentar by HerrLehmann — 30. Oktober 2011 @ 15:02

    Ich vermisse diese qualifizierten Berichte und Sondervideos rund um den TuS!!! Weiter so!

  • Kommentar by Dukie — 30. Oktober 2011 @ 18:36

    Es war wie ein Ruck, der durch die Mannschaft ging. Michael war nicht da und Mario bekam jetzt seine Chance etwas gutzumachen, zu arg kratzte ihn sicher die viele Kritik der Vergangenheit an seinem Nervenkostüm.
    Und jene Nerven hatte er in genau diesem Spiel abgerufen und er wurde belohnt. Belohnt mit seinem bisher BESTEN Spiel im TuS-Trikot und so wollen wir ihn sehen, weiter so.
    Er schwebt sicher noch auf Wolke 7, lassen wir ihn noch a bisserl dort.
    Mario, nimm das alles bitte mit nach Hagen und lass es dort nicht liegen.

    Ach ja, es ist sicher etwas aus dem Bereich des Übersinnlichen,der TuS führte u.a. 23:20 und IMMER, wirklich IMMER, wenn wir mit 23 : ??? führten, haben wir das Spiel NIE verloren. Ist so, achtet mal drauf.

    Daniel, toller Ticker, wie immer DANKE, ich lese ihn nach dem Spiel immer wieder gerne durch, wenn ich zu Hause angekommen bin.
    NODDA

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