
Pommes grüßt von Platz 15: Den Saisonstart hatten sich Hens und Co anders vorgestellt. Foto von: winni_1977
War es das schon für den HSV in der Toyota Handball Bundesliga? Man kommt sich etwas doof vor, wenn man das fragt… zumindest wäre es im Fußball so. Bayern München hat das Spiel in Kaiserslautern verloren. Dennoch: Niemand käme auf den Gedanken, den Bayern schon die Meisterschaft streitig zu machen. Zum einen, weil noch 32 Spieltage zu gehen sind und zum anderen – nun ja, weil es die Bayern sind. Im Handball ist das ganze etwas anders gelagert. Es gibt doch seit einigen Jahren diesen schönen Wert der “gefühlten Temperaturen”. Und so ist es in der HBL auch nach dem ersten Spieltag.
Gefühlt ist der HSV Hamburg schon mächtig ins Hintertreffen geraten. Die Truppe von Martin Schwalb verlor völlig überraschend und deshalb halb-sensationell bei Frisch-Auf Göppingen mit 30:32. Gleichzeitig ballert sich der THW Kiel für den erneuten Sturm auf den Titel schon mal warm: 37:19 gegen Aufsteiger Friesenheim. Kiel also mit einem Sieg, HSV mit einer Niederlage. Wie gesagt – normalerweise gar kein Drama. Im Handball wurde aber schon von diversen Experten und Medien das Fell aller Bären wieder vor der Saison verteilt. Und auf diesem Fell stand: Verlieren verboten. Der Titelkampf zwischen den beiden Norddominatoren der Liga wird wohl auch in diesem Jahr keinen Platz für Löwen oder Füchse lassen.
Anders als im Fußball bleibt im Handball – zumindest bei der derzeitigen Stärkenverteilung – wenig Spielraum für Ausrutscher. Zum Vergleich: Meister Bayern München konnte sich in der Fußball-Bundesliga im vergangenen Jahr vier Niederlagen leisten. Der Zweitplatzierte (Schalke) hatte derer bereits sieben. Im Handball gab es bei Meister Kiel nur zwei Pleiten auf dem Konto, dahinter der HSV mit drei. Ausrutscher sind also verboten. Und genau davon hat sich Schwalbs Mannschaft direkt im ersten Saisonspiel mal einen erlaubt.
Wie seht Ihr das? Kleine Vorentscheidung? Oder völlig übertrieben?



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