
Soll gegen Gummersbach wieder mehr "krachen": Jonas Faulenbach
“Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen” – das war die Wunschvorstellung von Caslav Dincic, Trainer des TuS Ferndorf. Dies ist – da brauchen wir keinen Adam Riesen für – schon nicht mehr im Bereich des Möglichen. Nach dem Unentschieden gegen GWD Minden II (26:26) und der Niederlage bei der HSG Lemgo II (34:39) steht auf dem Drittligakonto der Ferndorfer Handballer ein Punkt, vier sind aus den beiden kommenden Spielen noch zu holen. Davon werden aber zumindest die beiden Zähler in Wilhelmshaven (25. September) unheimlich schwer zu erkämpfen sein. Doch das ist erst das nächste Auswärtsspiel, das nächste Heimspiel bringt den Siegerländern erst einmal eine weitere Zweitvertretung: Den VfL Gummersbach II.
Dass diese Dritte Liga schwer wird, wusste man beim TuS Ferndorf vorher. Denn auch Coach Dincic hat im Sommerinterview gewarnt: Ein “guter Start” seien sechs Punkte aus vier Spielen, aber man wisse nicht wirklich, wie stark die aus der zweiten Bundesliga abgestiegenen Teams seien. Als Beispiel nannte der Serbe die Mannschaft aus Edewecht. Dincic weiß also, wovon er spricht, wenn er warnt. Die ersten beiden Partien haben gezeigt, dass in diesem Jahr noch viel weniger als im letzten Jahr eine Leistung unter 100% reichen wird. Das gilt auch für die junge Truppe der Gummersbacher, die sich am Samstagabend in Kreuztal vorstellt.

Linkshänder Peter Dettling fällt mit Patellasehnenanriss aus.
Wen der VfL schlussendlich von seiner Erstligamannschaft im Kader haben wird – nun, das bleibt der Blick in die Wundertüte “Zweite Mannschaften”. Man weiß es nicht. Die Ferndorfer täten jedoch gut daran, und so wird Dincic seine Mannschaft auch einstellen, zunächst auf sich selbst zu schauen. Die Abwehr war der entscheidende Schlüssel in Lemgo: Die funktionierte nicht. Ob wie in der ersten Halbzeit mit dem beliebten 3-2-1-System oder nach der Pause im kompakten 6-0-Verbund oder der 5-1-Deckung gegen Lemgos Halblinken Rückraumspieler – das Zupacken, das Dazwischengehen, das Nah-am-Mann-sein war an diesem Tag nicht gegeben und muss gegen Gummersbach besser klappen. Denn auch die junge VfL-Truppe wird solche Räume nutzen, hat z.B. in Robin Teppich (der wohl mit von der Partie sein wird) einen Außen, der sowohl aus dem Positionsspiel heraus als auch als Läufer von Tempogegenstößen glänzen kann.
Personell hoffen die TuS-Verantwortlichen auf die Rückkehr von Torwart Max Hamers, der in Lemgo mit Rückenproblemen ausfiel, sich aber bereits wieder im Lauftraining befindet. Pausieren muss dagegen weiterhin Linkshänder Peter Dettling.
Radio Siegen wird das Spiel wie immer live übertragen (Webplayer hier), außerdem gibt es wie gewohnt den Liveticker der Siegener Zeitung.