Siegerland-Sport
  • Sep17

    Wer als Mannschaft mit den Ambitionen auf den spanischen Meistertitel und den Gewinn der Championsleague bei Dinamo Zagreb mit Ach und Krach 1:0 gewinnt, braucht vielleicht etwas Ablenkung. Anders kann man sich die Aussagen von Real Madrids Cristiano Ronaldo wohl nicht erklären. Seine Madrilenen hatten in der Königsklasse in Zagreb kräftig auf die Socken bekommen und sich mit einem Tor von Angel di Maria mal eben so zum Sieg gezittert. “Auf die Socken” – dieser Ausdruck war bei “CR7″ übrigens wörtlich zu nehmen. Ronaldo musste in der Kabine genäht werden, hatte nach der Partie und dem nicht immer grundfairen Einsatz der kroatischen Verteidiger Blut auf den Stutzen.

    Dennoch: Ronaldos Erklärungen für diese Fouls dürften wohl etwas zu weit gehen. Der normale TV-Zuschauer und Fan denkt sich: Gut, da stehen in der Abwehrreihe der Zagreber eben handfeste, veritable Grätscher, die vom Timing her nicht immer den Ball treffen. Cristiano Ronaldo sagt in einem Interview, zitiert von Sport1:

    “Die Dinamo-Spieler haben ununterbrochen getreten und der Schiedsrichter hat nichts dagegen unternommen. Ich denke, weil ich reich, gut aussehend und ein großartiger Spieler bin. Sie beneiden mich, eine andere Erklärung habe ich nicht.”

    Mag sein. Ich denke, es lag eher daran, dass die Jungs den Ball haben wollten.

  • Sep15

    Soll gegen Gummersbach wieder mehr "krachen": Jonas Faulenbach

    “Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen” – das war die Wunschvorstellung von Caslav Dincic, Trainer des TuS Ferndorf. Dies ist – da brauchen wir keinen Adam Riesen für – schon nicht mehr im Bereich des Möglichen. Nach dem Unentschieden gegen GWD Minden II (26:26) und der Niederlage bei der HSG Lemgo II (34:39) steht auf dem Drittligakonto der Ferndorfer Handballer ein Punkt, vier sind aus den beiden kommenden Spielen noch zu holen. Davon werden aber zumindest die beiden Zähler in Wilhelmshaven (25. September) unheimlich schwer zu erkämpfen sein. Doch das ist erst das nächste Auswärtsspiel, das nächste Heimspiel bringt den Siegerländern erst einmal eine weitere Zweitvertretung: Den VfL Gummersbach II.

    Dass diese Dritte Liga schwer wird, wusste man beim TuS Ferndorf vorher. Denn auch Coach Dincic hat im Sommerinterview gewarnt: Ein “guter Start” seien sechs Punkte aus vier Spielen, aber man wisse nicht wirklich, wie stark die aus der zweiten Bundesliga abgestiegenen Teams seien. Als Beispiel nannte der Serbe die Mannschaft aus Edewecht. Dincic weiß also, wovon er spricht, wenn er warnt. Die ersten beiden Partien haben gezeigt, dass in diesem Jahr noch viel weniger als im letzten Jahr eine Leistung unter 100% reichen wird. Das gilt auch für die junge Truppe der Gummersbacher, die sich am Samstagabend in Kreuztal vorstellt.

    Linkshänder Peter Dettling fällt mit Patellasehnenanriss aus.

    Wen der VfL schlussendlich von seiner Erstligamannschaft im Kader haben wird – nun, das bleibt der Blick in die Wundertüte “Zweite Mannschaften”. Man weiß es nicht. Die Ferndorfer täten jedoch gut daran, und so wird Dincic seine Mannschaft auch einstellen, zunächst auf sich selbst zu schauen. Die Abwehr war der entscheidende Schlüssel in Lemgo: Die funktionierte nicht. Ob wie in der ersten Halbzeit mit dem beliebten 3-2-1-System oder nach der Pause im kompakten 6-0-Verbund oder der 5-1-Deckung gegen Lemgos Halblinken Rückraumspieler – das Zupacken, das Dazwischengehen, das Nah-am-Mann-sein war an diesem Tag nicht gegeben und muss gegen Gummersbach besser klappen. Denn auch die junge VfL-Truppe wird solche Räume nutzen, hat z.B. in Robin Teppich (der wohl mit von der Partie sein wird) einen Außen, der sowohl aus dem Positionsspiel heraus als auch als Läufer von Tempogegenstößen glänzen kann.

    Personell hoffen die TuS-Verantwortlichen auf die Rückkehr von Torwart Max Hamers, der in Lemgo mit Rückenproblemen ausfiel, sich aber bereits wieder im Lauftraining befindet. Pausieren muss dagegen weiterhin Linkshänder Peter Dettling.

    Radio Siegen wird das Spiel wie immer live übertragen (Webplayer hier), außerdem gibt es wie gewohnt den Liveticker der Siegener Zeitung.

  • Sep9

    Die Saison hat begonnen, aber erst ein Spiel ist vorbei, erst ein Punkt ist vergeben: Die Drittliga-Handballer des TuS Ferndorf gehen als Meister in die neue Spielzeit. Im Sommerinterview mit Trainer Caslav Dincic geht es unter anderem noch einmal kurz um einen Rückblick, um die Vorbereitung, um die Neuen und um das, worüber Caslav privat Lachen kann. Das Interview haben wir bei Sascha’s am Hasengarten in Siegen geführt.

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  • Aug31

    Der Test am Polo klappt. Zumindest optisch.

    Wer am kommenden Samstag nichts zu tun hat und nicht weiß, wohin mit seiner Kraft, für den hier ein Tipp: Michael Lerscht, Spielertrainer der Reserve des TuS Ferndorf in der Verbandsliga, möchte ein Auto gewinnen. Das ist an sich mal schön und freut uns für den Micha. Nun kommt das mit der Kraft: In einem Wettbewerb des hessischen Senders FFH kann Michael Lerscht einen 1er BMW gewinnen, wenn er ihn in vier Stunden weiter schiebt als sein Kontrahent. Unter dem Slogan “Wildboy aus Wilnsdorf gegen den Wetterauer Doppeldaddy” (…) kann man sich hier auf der Webseite ein Bild des Wettkampfs machen.

    Es geht darum, dass Michael die kompletten vier Stunden Schiebe-Zeit immer seine Hände am Fahrzeug haben muss, er darf es nicht verlassen. Er darf aber jeweils zwei (an Steigungen bis zu vier) Helfer organisieren, die dürfen sich auch abwechseln. Je mehr Leute, desto besser, also. Wer also am Samstag Zeit und Lust hat, sich in Burghaun in Hessen ein bisschen die Zeit mit Autoschieben zu vertreiben und Michael einen Gefallen tun will – hier in der Facebook-Gruppe gibt es Infos dazu, dort wird dann auch eine genaue Absprache stattfinden. Eine Party ist im Siegesfall eingeplant, auf der man es “krachen” lassen will. Da kann man sich vorstellen, dass es sich lohnt. Also, Schiebung erwünscht!

  • Aug30

    Heute abend sollten Ferndorfer Handball-Fans bitte gut hingucken. Zum ersten Mal wird die zweite DHB-Pokalrunde mit Beteiligung des TuS Ferndorf im Deutschen Fernsehen ausgelost. Die Runde, in die sich der TuS durch ein 33:29 im Pokal in Bad Blankenburg erst am Wochenende hineingespielt hatte. Nun wartet vielleicht ein großes Los auf den TuS – man wird es heute ab 19.10 Uhr auf SPORT1 erfahren, wenn Amelie Kober (Snowboarderin) die Spielpaarungen zieht. Das Ganze geschieht im Rahmen des Super-Cups zwischen THW Kiel und dem Hamburger SV.

    Hoffentlich ist den Ferndorfern auch nach der zweiten DHB-Pokalrunde noch nach Feiern zumute.

    “Am liebsten ein Heimspiel”, ist die Devise der Ferndorfer, so hat es Manager Harald Münker ausgegeben. Gegen wen, dürfte dann relative egal sein, schwer wird es in der zweiten Runde allemal.

  • Aug29

    Was so eine Millisekunde Verzögerung beim Start so alles ausmacht… sollte man nicht meinen!

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  • Aug20

    Bauklötzchen-Laufwege. Wo rot ist, war viel los. Quelle: Spiegel.de

    “Jaaaaa, das kann aber gar nicht sein, denn Schalke hat 2,73 Kilometer mehr zurückgelegt!” Man könnte meinen, nur noch die Kilometer zählen. So sehr ich mich auf die neue Bundesliga-Saison gefreut habe, so sehr nervt jetzt schon die neue Statistik. Mit großem Aufwand werden die Laufwege der Spieler vermessen und ausgewertet, das geschieht bei vielen Clubs schon länger. Aber seit dieser Saison sind diese Statistiken für jeden Fan und leider auch für jeden Journalisten abrufbar. So meldet die BILD-Zeitung

    “Zuständig ist die Firma Impire aus München. Die rückt zu jedem Spiel mit drei Mitarbeitern („Operatoren“) und fünf Monitoren an. Dazu kommen zwei HD-Kameras, die meist unter dem Stadiondach installiert sind. Jede Kamera filmt je eine Hälfte des Spielfelds.”

    Da spielen also an einem durchschnittlichen Samstagnachmittag bei sechs Bundesliga-Partien 18 Mitarbeiter mit 30 Monitoren und 12 HD-Kameras in den Stadien rum, damit wir solche Auswertungen lesen dürfen:

    “Keine andere Mannschaft zog so viele Sprints an wie die Slomka-Elf (161). Manuel Schmiedebach beschleunigte 26 Mal auf volles Tempo. Häufiger sprintete lediglich der Augsburger Axel Bellinghausen (27). Mit 12,87 km zurückgelegter Strecke war Schmiedebach zudem enorm fleißig. Nur Christian Träsch riss noch mehr Meter ab (13,25 km).”

    Glückwunsch. Ein Gutes hat diese Unart jedoch: Für Spieler wie Axel Bellinghausen (FC Augsburg) mag das die einzige Möglichkeit sein, mal in den Medien erwähnt zu werden. Rennen, als ob’s kein Morgen gäbe. Einfach drauf los, egal, wo der Ball ist. Einfach als Außenspieler von Eckfahne zu Eckfahne heizen. Ein Dutzend Mal. Hauptsache man “reißt Meter ab”. Und am besten mehr als Christian Träsch.

    Ich bin übrigens am Samstagnachmittag exakt 14,2 Meter gelaufen. Einmal von der Couch zum Klo. Was sagt das denn nun bitte aus?

  • Aug18

    Drei Testspiele, drei ergiebige Ergebnisse für den TuS Ferndorf. Und bei den Auswertungen des Spiels gegen Schalksmühle, gegen Soest und gegen den Bundesligisten HSG Wetzlar stehen noch nicht mal die reinen Spielergebnisse im Vordergrund. Vielmehr sind es die Dinge, die Trainer Caslav Dincic auf spieltaktischer Ebene und bei den Einzelleistungen aus diesen Partien ziehen kann. Da ist zum Beispiel die Tatsache, dass man mit David Wellen einen hervorragenden Ersatz für den noch bis Oktober verhinderten Kai Rottschäfer hat. Wellen hatte pro Einsatz 4-5 richtig gute Paraden und dürfte Dincic insofern beruhigen, dass mit ihm hinter Max Hamers ebenfalls Sicherheit auf der Bank sitzt. Und auch Jan-Niklas Broszinski hatte seine Einsätze, durfte in den letzten Minuten gegen die Bundesligastars der Wetzlarer ran und entschärfte spektakulär und unter dem Jubel der knapp 700 Zuschauern einen Gegenstoß.

    Hier gegen die SGSH: Jonas Faulenbach setzt sich durch.

    Die beiden Siege gegen Schalksmühle (32:25) und den Soester TV (34:30) waren nicht überraschend, obwohl man in beiden Spielen sehen konnte, dass die Mannschaft noch ein Stück Arbeit vor sich hat. Weiterlesen…