
Brasilien, Küste. Hinten rechts das Häuschen, in dem Ailton gerade wieder zwanghaft seinen Sonderurlaub verlängert. Foto von: Jean & Nathalie
Ja, ist denn das die Possibilitie? Oder die Möglichkeit? Gibt’s denn sowas auch? Ein extravaganter Brasilianer, der eigenmächtig seinen Urlaub in der Heimat verlängert! Sowas hat die Fußballwelt noch nicht gesehen. Zumindest ist man beim FC Oberneuland entsetzlich überrascht über den Stunt, den der Star des Regionalligisten aus dem Bremer Umland gerade abzieht. Kleines, dickes Ailton fliegt nach Hause und bleibt da auch. Natürlich über den gemeinsam anvisierten und vom Verein gewünschten Rückflugtermin. Wer in den letzten 15 Jahren mal irgendwann einen Blick in die Bundesligaseiten einer Tageszeitung geworfen hat, wird davon kaum überrascht sein. Frau Karen Micheli, ihres Zeichens Geschäftsführerin beim FC Oberneuland, aber nicht.
“Das wäre ein Ding der Unmöglichkeit. Sollte er sich nicht melden, wird es entsprechende Konsequenzen geben”,
kündigt sie im Gespräch mit reviersport.de an. Potztausend. Im gleichen Artikel wird übrigens verkündet, dass die RTL-Produktionsfirma, die “Raus aus den Schulden” fabriziert, den kugeligen Brasilianer als Opfer… nee, Kunden oder Klient, für ihre Peter Zwegat-Show haben möchte. Weil Ailton doch “mehrere hunderttausend Euro Schulden” haben soll.
Also, mal Klartext, liebe RTL-Fatzken. Sollte Herr Ailton von seinen in den Jahren verdienten Millionen (Bremen, Schalke, etc.) diese paarhunderttausend Euro nicht zahlen können, hilft ihm auch kein Peter Zwegat mehr. Dann hat Ailton nämlich finanziell derart die Sau rausgelassen, dass mit Besserung nicht zu rechnen ist. Und sollte man beim FC Oberneuland noch immer daran glauben, dass der Ex-Bundesligatorschützenkönig die Bemühungen des Clubs in der Regionalliga noch tatsächlich auch nur um ein Jota vorantreiben könne – dann hilft niemand mehr. Kein Peter Zwegat, kein Richter Hold und auch Vera nicht.