Siegerland-Sport
  • Nov2

    Werden tatsächlich die Vorfälle von unfassbarer Dummheit gepaart mit Gewalt im nationalen und internationalen Fußball mehr? Oder häuft sich lediglich die mediale Darstellung durch Online-Video und Co.? Was im rumänischen Profi-Fußball in den letzten Tagen passiert ist, gehört meiner Meinung nach beispielhaft zu einer neuen Qualität der Vorfälle. Oder?

  • Okt31

    Manche Notbremsen sind diskussionswürdig. Diese hier nicht. Was mich fasziniert ist die Tatsache, dass der US-amerikanische Kommentator noch verblüfft über die Rote Karte zu sein scheint…

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  • Okt30

    Volle Manpower in der Abwehr gegen Wermelskirchen.

    War der Sieg in Rheinhausen vor einer Woche der Turn-Around? Im Auf und Ab der letzten Wochen scheint der TuS Ferndorf in der Dritten Handball-Liga zumindest ein wenig an Konstanz gewonnen zu haben. Auch das Heimspiel gegen den TuS Wermelskirchen wurde gewonnen. Gegen den Tabellenführer gab es einen verdienten 30:24 (14:13)-Erfolg vor heimischem Publikum. In der Stählerwiese entwickelte sich in der ersten Hälfte ein enges Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Seiten zwar aggressiv und intensiv zu Werke gingen, aber sich gegenseitig mit kleinen Fehlern im Spiel hielten. Weiterlesen…

  • Okt29

    Eva Maria Pieck mit Weltklasse-Schwimmer Michael Phelps beim World Cup in Berlin.

    In Berlin hat am vergangenen Wochenende die in Obersdorf wohnende Schwimmerin Eva Maria Pieck kräftig abgesahnt. Die 22jährige kehrt mit einer neuen persönlichen Bestleistung und einer tollen Platzierung über die 50 Meter Delphin zurück ins Siegerland. Im Velodrom, in der Schwimm- und Sprunghalle des Europasportparks, hatte die FINA den World Cup 2011 veranstaltet. Dabei waren Mitglieder der Nationalmannschaften von FINA-Mitgliedsverbänden teilnahmeberechtigt, außerdem hatte der Veranstalter das Recht, weitere Meldungen von Schwimmern zuzulassen.

    Die Pflichtzeit zur Teilnahme über 50 Meter Delphin lag bei nicht gerade langsamen 28,50 Sekunden – eine Zeit, die Eva Maria Pieck bisher nur einmal ohne den Turbo-Schwimmanzug gebracht hatte. Dieser Anzug war jedoch beim World Cup verboten, umso bemerkenswerter die Leistung der jungen Schwimmerin aus Obersdorf: Mit 28,35 Sekunden lieferte Pieck in einem hochkarätig besetzten Rennen mit unter anderem der schwedischen Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Theresa Alshammar eine erstklassige neue PB ab und landete auf Gesamtplatz 20.

    In der Endabrechnung war Eva Maria Pieck damit neuntbeste Deutsche in dieser Disziplin und war hochzufrieden mit dem Abschneiden in Berlin. “Ich habe mich wirklich über die Zeit und die Platzierung gefreut, das war ein klasse Erlebnis. Ich möchte diesen Schwung jetzt mitnehmen in die Kurzbahnmeisterschaften in vier Wochen. Mein Ziel dort ist, über die 50 Meter Delphin die 28-Sekunden-Grenze zu unterbieten!”

  • Okt18

    Eher griechisch-römisch mutete der Zweikampf von Max Hamers und OHV-Kreisläufer Sven Seidler an.

    So komisch der Titel klingt, so sehr passt er leider für das Auswärtsspiel des TuS Ferndorf beim OHV Aurich. Am Ende mussten sich die Ferndorfer in der 3. Handball-Liga mit 26:31 (12:16) geschlagen geben und verloren völlig verdient die Punkte an der Waterkant. Kein Einsatz, keine Leidenschaft, kein Wille – so Trainer Caslav Dincic und Manager Harald Münker in der Spielnachbetrachtung unisono. “Und das reicht dann eben nicht, auch nicht gegen die sicher nicht spielerisch überragenden Auricher”, setzte Dincic nach.

    Der Trainer war enttäuscht nach der Vorstellung seiner Mannschaft. Von Beginn an hatte es die Ferndorfer Truppe in der wunderschönen Sparkassen-Arena an den “soft-skills” im Handball vermissen lassen – also alles abseits von Technik und Spielkönnen. Oder wie Peter Dettling es im Interview ausdrückte: “Die Auricher haben sich bei uns in der Abwehr gar nicht weh getan. Man muss nicht unfair spielen, aber mal dagegenhalten, mal dazwischenhauen.” Das passierte nicht, schon zur Pause (12:16) bahnte sich aus TuS-Sicht die Niederlage an. Zu langsam im Angriff, zu ideenlos in den Konzeptionen, zu wenig gekreuzt, die Lücken in der kompakten OHV-Deckung nicht gesehen oder wenn gesehen zu spät genutzt.

    "Im freien Fall" befindet sich der TuS zwar nicht, aber eine kleine Bauchlandung war das Spiel in Aurich schon.

    Symptomatisch für den Tag war wohl die dreifach vergebene Chance in Hälfte zwei, als zunächst Carsten Lange einen glockenfreien Tempogegenstoß am Keeper vergab, Dennis Aust den Abpraller mich Wucht an den Pfosten semmelte und der Rechtsaußen den aus der nachfolgenden Aktion resultierenden Siebenmeter ebenfalls noch danebenschoss. Auf ein im Abschluss teilweise erschreckend schwaches Ferndorfer Team traf dann übrigens mit Patrick Anders bei den Aurichern auch noch ein Sahnetag-Torwart. Im Interview nach der Partie zeigte sich Kapitän Michael Feldmann dementsprechend bedient:

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  • Okt13

    Kann man wohl so sagen… Jeremy Lynch, der sich hier gegen Cristiano Ronaldo erstklassig schlägt, hat bis zum Alter von 15 Jahren bei Arsenal London gespielt, aber nie den Durchbruch geschafft. Vor zwei Jahren trat er bei “Britains Got Talent”, Vorbild für “Das Supertalent”, auf und erreichte so wieder größere Aufmerksamkeit für seine Fußballtricks.

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  • Sep23

    Rechtsaußen Dennis Aust ist noch nicht in Bestform, will aber gegen den WHV Gas geben.

    Gang rausnehmen, rollen lassen. Zumindest ein wenig hatte man unter der Woche beim Zweitrundenspiel des DHB-Pokals dieses Gefühl. Nach Zehn-Tore-Vorsprung nach der Pause (20:10) gegen den VTV Mundenheim musste der TuS Ferndorf nach dem Seitenwechsel nicht mehr allzu viel tun. Eine ordentliche Leistung ohne Glanzpunkte reichte für den nie gefährdeten 38:27-Erfolg gegen den Oberligisten und damit den erstmaligen Einzug in die dritte Hauptrunde des Pokals. Dort warten nun 13 Bundesligisten im Lostopf, von denen der TuS hoffentlich einen verpasst bekommt – für die Zuschauer in der Kreuztaler Stählerwiese wäre das ein echter Leckerbissen, dem Verein kommen die Euros aus dieser Partie sicher ebenfalls recht.

    Im Hinblick auf die nächste Aufgabe in der Liga war dieses (wenn auch vielleicht unterbewusste) “Gang rausnehmen, rollen lassen” wohl genau richtig. Denn mit dem Wilhelmshavener HV wartet am kommenden Sonntag ein Kracher auf die Siegerländer. Abgestiegen aus der zweiten Liga, mit fast dem gleichen Etat und fast dem gleichen Kader, sind die WHVer ein echter Brocken dieser dritten Liga. Fast schon erwartungsgemäß hat der Club aus dem Norden alle drei bisherigen Saisonspiele gewonnen und wartet mit blütenreiner Weste auf die Ferndorfer.

    Und auch etwaige Unruhen, die in Wilhelmshaven nach dem Rücktritt von Trainer Andrzej Staszewski vielleicht aufgekommen sein mögen, werden dieser Mannschaft nicht die Klasse nehmen, die sie aufgrund ihrer personellen Besetzung ohne Frage haben. Wer beim WHV am Sonntag gegen Ferndorf auf der Bank sitzen wird, ist indes auch unerheblich. “Wir bereiten uns auf die Mannschaft vor, nicht auf den Trainer. Wir wissen, wie stark Wilhelmshaven ist”, so Ferndorfs Coach Caslav Dincic gewohnt trocken. Er hatte bereits vor der Saison auf die Stärke dieses Clubs hingewiesen und den WHV zu den Favoriten der Spielzeit gezählt.

    Positiv dürfte beim TuS Ferndorf sein, dass Max Hamers im Tor endlich mal wieder eine Trainingswoche fast komplett und ohne Probleme absolviert hat. Peter Dettling fällt weiter mit Patellasehnenanriss aus. Auch Mirza und Alen Sijaric haben unter der Woche einen Tag ausgesetzt, sind aber fit. Nichtsdestotrotz: Beim Abschlusstraining am Donnerstag fehlten insgesamt vier Spieler… “Dann ist es schwer, mal vernünftig Abwehr zu trainieren. Ich hätte es lieber, wenn wir mit einer Hälfte des Kaders Wilhelmshavener Angriff simulieren könnten, die andere Hälfte verteidigt. Aber das geht im Moment nicht, so trainieren wir schon seit Wochen. Trotzdem: Wir wollen beim WHV alles geben und wir wollen auch zwei Punkte holen”, erklärt Caslav Dincic.

  • Sep22

    2009-01-28 BVB gegen Werder

    Thomas Schaaf, hier links, wird wohl noch an vielen TV-Tischen nach Bremen-Spielen stehen. Foto von: glockentierchen

    Wir ziehen nun alle mal gepflegt den Hut vor dem SV Werder Bremen. Dieser Verein scheint die Gesetzmäßigkeiten des modernen Fußballgeschäfts zumindest in einem Aspekt seit mehr als einem Jahrzehnt zu ignorieren. Die “Hire and fire”-Mentalität, die dank der vielen verschiedenen Sorten von Druck heute bei den Bundesliga-Clubs herrscht, scheint an der Weser keinen Einzug gehalten zu haben. Und das ist auch gut so. Seit mehr als 12 Jahren regiert an der Seitenlinie der Grün-Weißen Thomas Schaaf. Ehemaliger Amateurtrainer, ehemaliger Bundesligaspieler, ehemaliger Jugendspieler. Seit 1972, da spielte Schaaf in der D-Jugend, hat der Mann nur einen Verein: Werder Bremen.

    Diese hanseatisch sture Treue ist an sich schon seltsam und ungewöhnlich genug, noch ungewöhnlicher ist nur, dass der Verein dies ebenfalls mitträgt. Es gab in den zwölfeinhalb Jahren Amtszeit von Thomas Schaaf durchaus Phasen, in denen quasi jeder andere Club des ersten und zweiten Fußballhauses in Deutschland die T-Frage mit einem Wechsel beantwortet hätte. Werder nicht. Auch nicht in der vergangenen Saison, als Bremen phasenweise Richtung Abgrund marschierte und eine gewisse Portion Ratlosigkeit einkehrte. Auch dann nicht. Man hielt und hält an Thomas Schaaf fest, dies ist sowohl der ruhigen Hand des Managers Klaus Allofs zu verdanken, aber auch der Bremer Vorstand und die Vereinsführung scheint sich von medialem Druck, fehlenden Punkten oder sogar länger ausbleibendem Erfolg nicht abschrecken zu lassen. Man ist überzeugt: Schaaf ist es.

    Auch jetzt, wo man über eine Vertragsverlängerung von Allofs und Schaaf nachdenkt, gilt in Bremen das Highlander-Motto: There can only be one! Sagt zumindest Klaus-Dieter Fischer, mächtiger Mann im Verein, seit über 40 Jahren. “Werders Trainer kann nur Thomas Schaaf heißen”, so der 71-Jährige. Bewundernswert.

    Dass diese Trainertreue übrigens nicht ausschließlich auf die nordische Mentalität zurückzuführen ist, beweist der Hamburger SV knapp 100 Kilometer Luftlinie entfernt. Dort öffnet der HSV gerade Teil Zwölf der HSV-Puppenkiste namens “Wir suchen den Richtigen”.