Siegerland-Sport
  • Mrz2

    Die Ära von Joachim “Jo” Braun beim RSV Eiserfeld ist vorbei. Der Trainer des Handball-Verbandsligisten ist zurückgetreten, das hat mir am Abend der Geschäftsführer der Eiserfelder, Jürgen Greis, telefonisch bestätigt.

    Jo Braun bei einer Auszeit mit seinen Eiserfeldern - das ist Geschichte.

    Im Stillen wurde in der Siegerländer Handballszene schon länger darüber gesprochen, Braun wollte ohnehin zu Saisonende zurücktreten und sein Amt zur Verfügung stellen. Nun ist es bereits früher passiert, acht Spiele vor dem Ende der Spielzeit. Einer Spielzeit, die für die Blau-Gelben in der Verbandsliga vor allem von einem geprägt wurde: Verletzungspech. Immer wieder musste Jo Braun Spieler ersetzen, sich nach Alternativen umsehen, auf Leistungsträger verzichten und improvisieren.

    Braun hier im Gespräch mit Torwart Hilmar Gudmundsson.

    Keine Frage, so etwas zehrt an den Nerven. Ein Grund für den angekündigten Rückzug war jedoch vor allem die zeitliche Belastung durch den Beruf, Braun ist Lehrer. Noch dazu mag es sein, dass die Kombination Braun/RSV nach den langen Jahren einfach “durch” war, wie man so schön sagt. Als das Heimspiel gegen den SV Westerholt am vergangenen Wochenende dann kläglich mit 10 Toren Unterschied verloren wurde, herrschte in der Rundturnhalle noch eine halbe Stunde nach Abpfiff eine extrem angespannte Stimmung. Schon da ließ sich dieser Schritt erahnen, bis Mitte der Woche hat man sich nun wohl in Eiserfeld noch zusammengesetzt und die folgenden Dinge besprochen. Der Nachfolger steht nämlich bereits auch schon fest.

    Der neue Coach. Friesenhagen, hier noch in Aktion als Linksaußen.

    Daniel Friesenhagen wird die Mannschaft sofort übernehmen, nicht erst – wie ebenfalls schon geplant – zur neuen Saison. Der ehemalige Außen des RSV musste vor wenigen Wochen seine aktive Karriere wegen einer schweren Verletzung im Knie beenden. Er ist Inhaber der B-Lizenz und kennt den Verein und das Umfeld genau. Noch acht Spiele haben die Eiserfelder vor der Brust, der Klassenerhalt ist noch nicht sicher. Übrigens steht mit Frieder Krause bereits der erste Neuzugang für die Eiserfelder fest. Sollte der RSV die Klasse halten, wechselt der Rechtshänder zurück zu seinem alten Club. Dazu habe ich mich hier in einem eigenen Artikel beschäftigt.

  • Mrz2

  • Mrz2

    Sachen gibt’s… Da hatte doch ein Bochumer Berufsschullehrer nichts anderes zu tun, als penibel zu werden. Vielleicht hat Hans Zimmermann keinen Bock auf einen Fernsehabend. Vielleicht hat er sich mit seiner Frau gezofft, vielleicht hat er seine Briefmarkensammlung verkauft und nun zu viel Zeit. Auf jeden Fall hat der Bochumer sich beschwert. Über den FC Schalke 04. Vielmehr darüber, dass Julian Draxler abends für Schalke spielt. Herrn Zimmermann war nämlich aufgefallen, dass das Nachwuchstalent Draxler erst 17 Jahre alt ist und damit noch – im Sinne des Gesetzes – Jugendlicher. Also gelte hier bei Fußballspielen am Abend das Jugendarbeitsschutzgesetz.

    Festgestellt hat Herr Zimmermann das beim Pokalsieg der Schalker gegen Nürnberg, als der 17jährige Draxler nach einem tollen Alleingang um kurz vor 23 Uhr das entscheidende Tor machte. Zu spät für einen 17jährigen, der einer geregelten Beschäftigung nachgeht, befand er. Und beschwerte sich. Nun wird die Sache geprüft. Was wohl schon klar ist: Es gibt eine Ausnahmeregelung. Bis 23 Uhr darf Draxler ran. Nun muss also Felix Magath heute abend beim Pokal-Halbfinale gegen die Bayern hoffen, dass es keine Verlängerung gibt. Oder wenn – dass Draxler wieder früh genug ein Tor schießt. Sollte es zum Elfmeterschießen kommen und das bis nach 23 Uhr dauern…. muss Draxler ins Bett. Jugendarbeitsschutzgesetz. Nachzulesen gibt es den gesamten Sachverhallt hier im Artikel bei Spiegel Online.

  • Feb28

    Sven und Beate frühstücken, Stefan (rechts) ist kleidungstechnisch eher auf eine Konfirmation vorbereitet.

    Ich glaub’, es geht schon wieder los. Tatsächlich. Und ohne Scherz. Jetzt kommen bei RTL die Gescheiterten dran. Der Kölner Sender schämt sich nicht, die Castingshow-Resterampe bis auf den Boden abzugrasen und präsentiert dem ungläubigen Zuschauer: “Schwiegertochter gesucht, jetzt sind die Frauen dran!” Das ist wieder großer Sport und darf daher hier im Sport-Blog nicht fehlen. Die Sendung ist bis eine Woche nach Ausstrahlung im Internet hier kostenlos abrufbar. Der sprechende Übergrößenhosenanzug Vera Int-Veen hat immer noch keinen vernünftigen Job gefunden und gibt sich also nun für diese “Spezialausgabe” her. Man konnte es sich denken. Das Konzept dieses neuerlichen Angriffs auf jeglichen Sinn und Verstand ist einfach: Alle Frauen, die bei der Originalausgabe “Schwiegertochter gesucht” schmählich abgelehnt wurden und von der medialen Demütigung noch nicht genug haben, kommen jetzt auf ihre Kosten. Ihnen werden… ja, soll man sie “Männer” nennen? Auf jeden Fall sind da Menschen, die die Damen von Veras Resterampe kennenlernen wollen. Weiterlesen…

  • Feb28

    Die Sportfreunde Siegen haben am Wochenende den ersten Dreier des Jahres 2011 eingefahren und beim furiosen 4:0 (3:0)-Auswärtssieg bei der SpVg Erkenschwick jede Menge Fans froh gemacht. Nach den schwierigen letzten Wochen mit vielen Absagen, kurzfristigen Verlegungen und mageren Unentschieden war das ein Befreiungsschlag, der der Sportfreunde-Seele so richtig gut getan hat.

    Eine Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten, sagen Manche. Aber ganz so ist es nicht. Sicher, wer Ambitionen auf Platz fünf oder höher hat, sollte den Tabellenletzten Erkenschwick auch auswärts besiegen und im Griff haben. Ein so deutliches und teilweise toll herausgespieltes 4:0 ist aber mehr als das. Die Mannschaft hat mehr gezeigt als das, was sie musste. Auf so einem Boden, gegen so einen Gegner hätte im Februar auch mal ein dreckiges 2:1 gereicht. Ein 4:0 ist es geworden mit drei Toren von Neuzugängen – auch das muss man den Siegenern hoch anrechnen. Marius Sowislo (3 Tore in 3 Spielen) und Alex Elliott sind zwei Griffe gewesen, die die sportliche Leitung (Andrzej Rudy und Lutz Lindemann in Abstimmung) des NRW-Ligisten bewusst, überlegt und zurecht getätigt haben. Gutes Händchen, auch über die Saison 2010/2011 hinaus.

    Und so ist man wieder ruhig gestimmt im Sportfreunde-Land. Ein 4:0-Sieg, der dürfte auch für die beiden kommenden Heimspiele das richtige Signal gewesen sein. Lob gab es dafür in der Presse völlig zurecht. Auch gegen Homberg am Mittwoch sollten drei Punkte herausspringen, erst dann kann an sich wieder mit ruhigem Gewissen den weiteren Aufgaben widmen. Denn schon am Samstag kommt der derzeit schwächelnde Spitzenreiter Windeck ins Leimbachstadion. Um dort zumindest den benötigten Zuschauerschnitt bei kaltem Wetter zusammenzukriegen braucht es eben gute Ergebnisse, gute Stimmung und Aussicht auf Erfolge. Und das hat das 4:0 in Erkenschwick schon mal geschafft. Weiter so.

  • Feb28

    Guter Tag für Max Hamers - der Keeper hielt viel.

    Der TuS Ferndorf will wohl tatsächlich wieder Tabellenführer in der dritten Handball-Liga werden. Anders ist die nervenstarke Leistung im Südwestfalenderby am Sonntagabend nicht zu erklären. In der rappelvollen Halveraner Sporthalle entführte der TuS bei der starken SG Schalksmühle/Halver mit dem 27:26-Auswärtssieg beide Zähler. Ein Derbysieg, der der Mannschaft nach dem unglücklichen Finale der letzten Woche gegen Uerdingen so richtig guttat. Ein Derbysieg, der aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war.

    Begonnen hatte die Partie genau so, wie sie über die gesamten 60 Minuten verlief: Spannend, intensiv, meist schnell und umkämpft. Der wieder genesene Michael Feldmann konnte von Beginn an ran, auf halblinks begann Tim Hilger. Nach einem kurzen Rückstand (2:3) führte der TuS Ferndorf bis zur 19. Minute fast durchgehend mit zwei Toren (6:4, 7:5, 8:6 und 9:7) – da haben sich die Kollegen von derwesten online ein wenig verguckt oder verhört. Die ersten Sechs des TuS hatten die SGSH mit dem starken Christian Feldmann durchaus im Griff, in der Abwehr lief es gut, das gefährliche Kreisläuferspiel war kein Problem, Max Hamers hielt im Tor erstklassig – vor allem gegen den Letten Valdis Gutmanis von halbrechts. Weiterlesen…

  • Feb24

    Man muss eben Ideen haben. Wenn man den Freistoß nicht auf normalem Wege bekommt, dann eben so. Heißt: Der Kollege im Video ist ziemlich clever. Oder etwa nicht? Dreist? Unfair? Oder einfach nur krank? Vielleicht hat er das schon länger. Vielleicht hat er sich als kleiner Junge auch immer Steine an den Kopp geknallt und sich selbst drei Mal am Tag von Baumhaus gestürzt. Man weiß es nicht.

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  • Feb23

    Ich saß gerade mit der Videokamera in der Hand vor meinem Rucksack, als das Smartphone summt. Email. Absender: “Sportfreunde Siegen”. Oh, oh… Und richtig: Das Spiel der Sportfreunde bei Westfalia Rhynern wird zum dritten Mal abgesagt. Die Videokamera, das Reportagegerät, das Notebook – muss alles gar nicht in den Rucksack. Zugegeben: Es gibt wohl schönere Mittwochabende als bei Minusgraden am Papenloh… aber wo sollen die Spielabsagen denn noch hinführen? Mich selbst als Reporter betrifft das eher am Rande. Ich muss nun heute nicht nach Rhynern fahren, habe einen freien Abend. Etwas anders sieht die Situation für die Fans der Sportfreunde Siegen aus. Für die Spieler und Verantwortlichen ebenfalls.

    Man kann sie verstehen, die aufgebrachten, teils ausfallenden, teils resignierenden User im Onlineforum der Siegener. Es ist alleine bei der Partie gegen Rhynern die dritte Absage in diesem Winter. Insgesamt stehen noch vier Nachholspiele ins Land. Wir haben in der NRW-Liga demnächst nicht mehr nur englische Wochen, sondern schottische und walisische und nordirische direkt dazu. Dass die Belastung für die Spieler mit dem Sonntag-Mittwoch-Sonntag-Rhythmus steigt, ist eine Sache. Weiterlesen…