Die Ära von Joachim “Jo” Braun beim RSV Eiserfeld ist vorbei. Der Trainer des Handball-Verbandsligisten ist zurückgetreten, das hat mir am Abend der Geschäftsführer der Eiserfelder, Jürgen Greis, telefonisch bestätigt.
Im Stillen wurde in der Siegerländer Handballszene schon länger darüber gesprochen, Braun wollte ohnehin zu Saisonende zurücktreten und sein Amt zur Verfügung stellen. Nun ist es bereits früher passiert, acht Spiele vor dem Ende der Spielzeit. Einer Spielzeit, die für die Blau-Gelben in der Verbandsliga vor allem von einem geprägt wurde: Verletzungspech. Immer wieder musste Jo Braun Spieler ersetzen, sich nach Alternativen umsehen, auf Leistungsträger verzichten und improvisieren.
Keine Frage, so etwas zehrt an den Nerven. Ein Grund für den angekündigten Rückzug war jedoch vor allem die zeitliche Belastung durch den Beruf, Braun ist Lehrer. Noch dazu mag es sein, dass die Kombination Braun/RSV nach den langen Jahren einfach “durch” war, wie man so schön sagt. Als das Heimspiel gegen den SV Westerholt am vergangenen Wochenende dann kläglich mit 10 Toren Unterschied verloren wurde, herrschte in der Rundturnhalle noch eine halbe Stunde nach Abpfiff eine extrem angespannte Stimmung. Schon da ließ sich dieser Schritt erahnen, bis Mitte der Woche hat man sich nun wohl in Eiserfeld noch zusammengesetzt und die folgenden Dinge besprochen. Der Nachfolger steht nämlich bereits auch schon fest.
Daniel Friesenhagen wird die Mannschaft sofort übernehmen, nicht erst – wie ebenfalls schon geplant – zur neuen Saison. Der ehemalige Außen des RSV musste vor wenigen Wochen seine aktive Karriere wegen einer schweren Verletzung im Knie beenden. Er ist Inhaber der B-Lizenz und kennt den Verein und das Umfeld genau. Noch acht Spiele haben die Eiserfelder vor der Brust, der Klassenerhalt ist noch nicht sicher. Übrigens steht mit Frieder Krause bereits der erste Neuzugang für die Eiserfelder fest. Sollte der RSV die Klasse halten, wechselt der Rechtshänder zurück zu seinem alten Club. Dazu habe ich mich hier in einem eigenen Artikel beschäftigt.









