Siegerland-Sport
  • TuS Ferndorf
  • Mrz2

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    Zwei Personalien gaben die Ferndorfer am Donnerstag bekannt. Frieder Krause und Ceven Klatt werden in der neuen Saison nicht mehr für den TuS auflaufen. Nach zwei Saisons beim TuS Ferndorf wird der Rückraumspieler Frieder Krause den Club zum Saisonende also wieder verlassen. Krause geht zurück zu seinem alten Verein, dem RSV Eiserfeld – vorausgesetzt die Südsiegerländer halten die Klasse in der Handball-Verbandsliga. Der lange Schlaks kommt in dieser Spielzeit bei den Ferndorfern in der dritten Liga zwar auf 20 Einsätze, die hielten sich zeitlich aber meist im kleinen Rahmen. Mal hier fünf Minuten, mal da sieben Minuten – in der internen Torschützenliste weist Krause derzeit 26 Tore auf. Seine beste Ausbeute holte er mit neun Treffern beim Auswärtssieg in Hatten-Sandkrug. Es ist und war keine einfache Saison für den blonden Rechtshänder.

    Mit Christian Rommelfanger hatte Krause auf halblinks einen Spieler vor sich, der vor der Spielzeit aus der zweiten Liga kam und bei Trainer Caslav Dincic erst mal gesetzt war. Wohl auch verständlich. In der Abwehr übernahm meist Tim Hilger den Part in der Mitte, Frieder Krause kam sporadisch zu Einsätzen. Doch auch als sich Rommelfanger im Oktober verletzte und mehrere Wochen ausfiel, konnte Krause sich nicht wirklich in den Vordergrund drängen. Expressi.de schrieb im November nach dem Spiel gegen Eintracht Hagen:

    “Frieder Krause, der offenbar keine große Lobby besitzt, war nach dem ersten Fehlversuch draußen.”

    Frieder Krause hier in der Abwehr gegen Altenhagens Wagner.

    Tatsächlich war das ein gewohntes Bild, vielleicht hätte der ehemalige und zukünftige Eiserfelder Spieler die eine oder andere Chance mehr verdient – dass Caslav Dincic bei Fehlwürfen oder anderen Fehlern gerne mal durchwechselt, ist bekannt. Für den Trainer im Haifischbecken Dritte Liga aber sicher auch nicht leicht zu entscheiden. Dass Krause eigentlich das Potential für diese Klasse hat, daran gab es beim TuS eigentlich keine Zweifel. Ein paar Kilos mehr auf den Rippen und in den Muskeln hätten dem “Langen” wohl noch gut getan. Der Student verlässt die Ferndorfer also nun wieder, schließt sich dem Club an, von dem er auch gekommen war. In der Verbandsliga (wenn der Klassenerhalt erreicht wird) will Krause helfen, in der kommenden Saison eine möglichst gute Rolle zu spielen.

    Der zweite Abgang kommt – für mich – ein wenig überraschender. Ceven Klatt, Kreisläufer mit der Nummer 11, wird ebenfalls ab Sommer nicht mehr für den TuS spielen. Etwas anders als bei Krause dürfte das aber wohl eine Entscheidung sein, die mehrheitlich der Verein getroffen hat. Von “strategischen Gründen” war in der Pressemitteilung zu lesen. Das kann man nun auf mehrere Weisen deuten. Ein unausgesprochenes Geheimnis in Ferndorf ist, dass man gerne einen großen Kreisläufer hätte, kurz nach dessen Abgang (2009) fiel als Beispiel öfter der Name des altgedienten Marc Stenske als Beispiel. So etwas hat natürlich unbestritten Vorteile. Hohe Anspiele bei einer kompakten Deckung sind auf die aktuellen Spieler am Kreis Christian Stelzenbach und Ceven Klatt nicht so leicht – beide sind unter 1,90m groß. Auch in der Abwehrarbeit im Mittelblock würde ein großer Spieler helfen können. Die Entscheidung gegen Klatt könnte also tatsächlich mit seiner Größe zu tun haben. Ein Umstand, an dem er naturgemäß wenig rütteln kann.

    Ceven Klatt kam vor zwei Jahren von Wermelskirchen, konnte aber beim TuS Ferndorf nicht die gleiche Torgefährlichkeit entwickeln – sicher auch der unterschiedlichen Spielweise geschuldet. In der Abwehr wurde er dagegen immer besser, ackerte in der offensiven Deckung auch in dieser Saison gut. In der Anfangsformation stand Klatt in der Saison 2010/2011 nicht mehr – hinter dem von Hüttenberg gekommenden Stelzenbach musste er zurückstecken. Trotzdem: Klatt kam in jedem Spiel zum Einsatz, mein Tipp wäre gewesen, dass er bleibt. Nun also keine Verlängerung sondern die Trennung. Einen neuen Verein hat Ceven Klatt noch nicht. Ein Ersatz für ihn ist auch noch nicht spruchreif. Im Blick (und vielleicht auch schon mehr) muss aber eigentlich jemand sein, denn sonst hätte man sich wohl nicht von einem Kreisläufer getrennt, während ein Verbleib des anderen (Stelzenbach) ebenfalls noch nicht ganz fix ist (berufliche Belastung).

    Klatt ist neben Frieder Krause, David Wellen (zur Rückrunde in die zweite Mannschaft) und Christian Rommelfanger der vierte Spieler, der zur neuen Saison nicht mehr beim TuS Ferndorf spielen wird. Weitere werden folgen. Da kann man schon fast von einem kleinen Umbruch sprechen. Mehr dazu folgt.

    Klatt in Aktion - der Kreisläufer kommt in dieser Saison auf 17 Tore.

     

  • Feb28

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    Guter Tag für Max Hamers - der Keeper hielt viel.

    Der TuS Ferndorf will wohl tatsächlich wieder Tabellenführer in der dritten Handball-Liga werden. Anders ist die nervenstarke Leistung im Südwestfalenderby am Sonntagabend nicht zu erklären. In der rappelvollen Halveraner Sporthalle entführte der TuS bei der starken SG Schalksmühle/Halver mit dem 27:26-Auswärtssieg beide Zähler. Ein Derbysieg, der der Mannschaft nach dem unglücklichen Finale der letzten Woche gegen Uerdingen so richtig guttat. Ein Derbysieg, der aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war.

    Begonnen hatte die Partie genau so, wie sie über die gesamten 60 Minuten verlief: Spannend, intensiv, meist schnell und umkämpft. Der wieder genesene Michael Feldmann konnte von Beginn an ran, auf halblinks begann Tim Hilger. Nach einem kurzen Rückstand (2:3) führte der TuS Ferndorf bis zur 19. Minute fast durchgehend mit zwei Toren (6:4, 7:5, 8:6 und 9:7) – da haben sich die Kollegen von derwesten online ein wenig verguckt oder verhört. Die ersten Sechs des TuS hatten die SGSH mit dem starken Christian Feldmann durchaus im Griff, in der Abwehr lief es gut, das gefährliche Kreisläuferspiel war kein Problem, Max Hamers hielt im Tor erstklassig – vor allem gegen den Letten Valdis Gutmanis von halbrechts. Weiterlesen

  • Feb21

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    Dettling hier im Gespräch mit Caslav Dincic.

    Keine zwei Wochen ist es her, dass der TuS Ferndorf seinen Neuzugang Jonas Faulenbach für die neue Saison präsentiert hat. Dass das aber nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Kaderplanungen für die schwere, neue Saison in der Dritten Handball-Liga war, kann man sich leicht ausrechnen. Zwei offene Baustellen waren zum Beispiel die regionalen Kollegen von Faulenbach. Da ist zum einen Peter Dettling. Der Linkshänder trägt in dieser Saison fast alleine die Verantwortung im rechten Rückraum. Carsten Lange ist zwar in seiner Reha-Phase nach dem Kreuzbandriss schon recht weit, seine Rückkehr wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern. Dettling also spielt quasi durch, Auswechslungen sind kaum mal möglich. Gleich zu Beginn der Saison stellte TuS-Coach Caslav Dincic in der Abwehr um, so dass der Ex-Hüttenberger nun defensiv nicht mehr auf der halben Position verteidigen muss.

    Dettling wechselte vor der Saison aus Fredenbeck zum TuS Ferndorf und hatte zu Beginn hart zu kämpfen. Weiterlesen

  • Feb20

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    Julian Schneider mit einer couragierten Leistung zu vier Toren.

    Dennis Aust wirft. Und trifft. Zum 14. Mal an diesem Abend schlägt ein Aust-Ball im Uerdinger Tor ein, es steht 32:30 für den TuS Ferndorf, noch eine Minute zu spielen. Angriff Bayer. Max Hamers hält gegen Thomas, der Keeper ballt die Faust, die Zuschauer stehen auf, klatschen, wollen den Sieg feiern. Caslav Dincic legt an der Seitenlinie die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, Auszeit Ferndorf. Dincic bringt gegen die jetzt offene Manndeckung von Bayer Uerdingen schnelle, kleine Spieler. Anpfiff. Noch 35 Sekunden. Peter Dettlings Pass wird abgefangen, Alexander Schult schließt den Konter ab, Dettling foult und muss mit Zeitstrafe raus. 32:31. Ballbesitz TuS, noch 15 Sekunden. Es wird leiser in der Kreuztaler Stählerwiese. Wieder Ballverlust Ferndorf, aber Alen Sijaric erobert den Ball zurück. Sein Bruder Mirza kommt an den Ball, Uerdingen spritzt dazwischen, Ball ist weg, vorne kommt Schult wieder an den Ball und netzt eine Sekunde vor Ende zum Ausgleich ein.

    Das war der Spielfilm der letzten Sekunden in Kreuztal, in denen der TuS Ferndorf einen fast schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand schenkte. Weiterlesen

  • Feb14

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  • Feb14

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    Der TuS Ferndorf steht derzeit auf Tabellenplatz zwei der dritten Handballliga, hat gerade am Wochenende ein eindrucksvolles 35:23 gegen den TuS Spenge gefeiert. Und schon planen und basteln die Verantwortlichen am Kader der neuen Saison. Mit Jonas Faulenbach wurde ein neuer Spieler vorgestellt, der den TuS ab der Spielzeit 2011/2012 verstärkt. Und es ist tatsächlich eine Verstärkungen, die Trainer Caslav Dincic und Manager Harald Münker da an Land gezogen haben.

    Jonas Faulenbach kommt als Ersatz für Christian Rommelfanger, der sich aus beruflichen Gründen im Sommer verabschiedet. Auf der halblinken Position im Rückraum hatte man mit Rommelfanger einen Shooter, der – von seiner Pause wegen einer Fußverletzung abgesehen – die Erwartungen voll erfüllt hat. Einfache aber wichtige Tore aus dem Rückraum, klasse Anspiele an den Kreis – er wird schwer zu ersetzen sein. Dem neuen Mann sollte dies aber gelingen, denn der 1,93m große Faulenbach gilt als mindestens genau so starker Rückraumspieler. Faulenbach ist gerade mal 21 Jahre alt, Rechtshänder und im linken Rückraum zuhause. Er spielt derzeit in der zweiten Bundesliga beim TV Hüttenberg, hat Zweitspielrecht bei der HSG Pohlheim in der dritten Liga. Dort traf er am Wochenende beim etwas überraschenden Sieg gegen Leipzig sechs mal.

    Der Trainer und sein neuer Spieler: Caslav Dincic (rechts) und Jonas Faulenbach.

    Jede Menge Erfahrung trotz der Jugend – so könnte man den wurfgewaltigen und dynamischen Faulenbach wohl beschreiben. Faulenbach ist kein Rückraumriese, kein Brecher, der mit purer Gewalt durch jeden Block schießt. Er ist ein zuverlässiger, fleißiger Arbeiter, der sich auch gerne mal spielerisch und wendig gegen seine Gegenspieler durchsetzt. Ein Mann mit gutem Auge, genauem Schuss und viel Einsatz. Ein idealer Mannschaftsspieler, der in den letzten Jahren eine absolut positive Entwicklung gemacht hat. “Da habt ihr einen sehr guten Fang gemacht”, war aus Hüttenberg von einem Bekannten zu vernehmen. Der Hüttenberger vergrößert damit die “Hessen-Fraktion” beim TuS Ferndorf mit Christian Stelzenbach und Peter Dettling, wird als Student in Gießen auch mit den beiden zum Training kommen. Wenn, ja wenn, Christian Stelzenbach denn dem TuS erhalten bleibt, was nach derzeitigem Stand wohl noch nicht feststeht.

  • Feb13

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    Zerberus, Höllenhund, Rottschäfer. Egal. An diesem Tag waren sie alle eins.

    Der TuS Spenge scheint für den TuS Ferndorf ein durchaus akzeptables Pflaster in der dritten Handball-Liga zu sein. Und erst recht für die beiden Torhüter der Siegerländer. Mit 35:23 gewinnt Ferndorf in Ostwestfalen und hat damit seine Mini-Krise deutlich überwunden. War es im Hinspiel noch Max Hamers, der nach einiger Zeit auf der Bank einen kleinen Durchbruch feierte, hieß der Mann des Abends beim Rückspiel in der Realschulhalle in Spenge diesmal Kai Rottschäfer. Begonnen hatten die Ferndorfer allerdings mit Hamers im Tor. Dazu fehlten Trainer Caslav Dincic mit Christian Rommelfanger (Fußverletzung) und Michael Feldmann (Grippe) zwei essentielle Spieler. Gegen die zuletzt überraschend konstanten Spenger (8 Siege aus 11 Spielen) keine guten Vorzeichen für Ferndorf.

    Auf dem Feld ersetzte Michael Lerscht zu Beginn seinen Kapitän auf der Mittelposition, Abwehrchef Tim Hilger übernahm die halblinke Rückraumposition. Das Spiel nahm in den ersten Minuten folgendes Muster an: Spenge spielte lange Positionsangriff, die das Team von Heiko Holtmann meist über Christoph Mylius am Kreis oder Johannes Ebbinghaus im Rückraum abschlossen. Im Gegenzug fuhr Ferndorf blitzschnelle Angriffe, so dass beide Teams quasi im Gleichschritt bis zum 12:13 unterwegs waren. Weiterlesen

  • Feb11

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    “Die haben zuhause Hagen und Leichlingen geschlagen. Das muss eigentlich für jeden Warnung genug sein.”

    Zwei mal angeschlagener Rückraum: Rommelfanger (Fuß), Feldmann (krank). Foto mit freundlicher Genehmigung von CST

    Eine Warnung, den Gegner des TuS Ferndorf an diesem Wochenende zu unterschätzen, ist vollkommen überflüssig. Indem Co-Trainer Axel Gerhard die o.g. Aussage über den TuS Spenge jedoch tätigt, warnt er indirekt eben doch wieder. Und das kann nach dem Auftritt gegen die HSG Ahlen-Hamm Youngsters durchaus berechtigt sein. Dort hatten die meisten in der Nachbetrachtung nämlich ein Einstellungsproblem bei den Ferndorfern ausgemacht. Dass es gegen solche Mannschaften bei voller Konzentration und vollem Einsatz ganz anders laufen kann, zeigte die Hinrunde. Ahlen mit 9 Toren geschlagen, Spenge im Hinspiel in Kreuztal gar mit 13 Toren Vorsprung…

    Und genau da liegt sie eben, die Flinte im Pfeffer. Diese Eindrücke aus dem Hinspiel, das unbewusste Unterbewerten eines Gegners auf Tabellenplatz acht, muss aus den Köpfen der Ferndorfer Spieler raus. Es ist nämlich nicht nur gefährlich, sondern auch gänzlich ungerechtfertigt. Der TuS Spenge hat fünf Pünktchen Rückstand auf die Siegerländer und ist in der dritten Handballliga so ein wenig die Mannschaft der Stunde. Weiterlesen