
Fabrizio Iaia - ein fast schon tragischer Fall. Sechs Minuten Einsatzzeit nach monatelanger Sperre. Jetzt: Rauswurf.
Der Herbst kehrt mit eisigem Wind… anscheinend auch durch den Kader der Sportfreunde Siegen. Der NRW-Ligist hat am Mittag die beiden Spieler Fabrizio Iaia und Manuel Wolff aus dem Kader gestrichen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Fortuna Köln ließen Trainer Andrzej Rudy und Lutz Lindemann diese Nachricht raus. Ich war selbst bei der PK nicht anwesend, habe aber hinterher im Auftrag von Radio Siegen mit Rudy telefoniert. Die Begründung vom Trainer:
“In der Summe war das einfach zu viel, das hat mit der Einstellung der Beiden zu tun. Ich bin verpflichtet, im besten Sinne des Vereins zu entscheiden und es ist an dieser Stelle für beide Seiten das Beste, wenn man einen Schlussstrich zieht. Für mich spielen die Beiden keine Rolle mehr, sie werden auch nicht in der zweiten Mannschaft auflaufen.”
Man ist auch als Journalist natürlich nie nah genug am Verein, um so etwas beurteilen zu können. Aber wenn dem allem so war: Hut ab vor soviel Konsequenz. Gerade jetzt, da im Mittelfeld nach Cartus Ausfall und auch der Verletzung von Johannes Burk jeder Mann gebraucht wird, hätte Fabrizio Iaia zumindest ansatzweise mal eine Rolle spielen können. So bleibt es bei den knapp sechs Minuten, die der Italiener am Sonntag beim 3:1 gegen Kleve hatte. Fast schon tragisch… nach monatelanger Sperre.
Manuel Wolff dagegen ist ein anderer Fall. Der Mann ist nie nach Siegen gekommen, um als Nummer zwei auf der Bank zu sitzen. Das war von Anfang an klar. Vielleicht hat ihn – wie wohl viele – die Entwicklung eines Pero Miletic überrascht. Zu seinem Nachteil. Wie die Siegener Zeitung online berichtet, sei ein Grund (vielleicht der entscheidende) für den Rauswurf die Weigerung der beiden Spieler gewesen, in der Landesligamannschaft der Sportfreunde aufzulaufen.
Übrigens: Das Wort “Suspendierung” fiel bei Andrzej Rudy nicht. Welche (auch arbeitsrechtliche) Form diese Maßnahme also hat, wird noch zu klären sein.









