Siegerland-Sport
  • Siegerländer Sport Allgemein
  • Jul6

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    Sabrina Mockenhaupt
    Ein Hase im weißen Trikot: Sabrina Mockenhaupt tritt bald gegen 100 Igel an.Creative Commons License Foto von: Ralf Heid

    Es war einmal der kleine Hase Mocki… Oder wie? Scheint so, denn zumindest bei der im September anstehenden Aktion von Red Bull spielt die Siegerländer Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt den Hasen. Und zwar im Klassiker Hase gegen Igel. Kennen wir ja noch, das Märchen. Der flinke Hase hält sich für unbesiegbar, läuft Weltrekord um Weltrekord. Aber der Igel ist schlauer und will ihm eine Lektion erteilen. Er dopt sich, dass die Heide wackelt und rennt das Kaninchen in Grund und Boden.

    So in etwa soll auch ein interessantes Event im September im Buxtehude ablaufen. Bis auf das Doping natürlich. Jetzt fällt mir ein, dass auch im Märchen kein Doping vorkam… Auf jeden Fall haben sich die Marketingmenschen beim roten Bullen eine Aktion für Mocki ausgedacht. Bei „Red Bull Hase gegen Igel“ startet die 28jährige Mockenhaupt gegen einhundert Läuferinnen, die jeweils in Zehnerstaffeln starten. Die Strecke: 10.000 Meter. Mocki läuft sie alleine, bei den Zehnerstaffeln läuft jede Starterin 1000 Meter.
    Gut, im Märchen warten es keine 100 Igel, sondern nur der Igelmann und seine Frau.

    Trotzdem: Gute Werbeaktion von Red Bull, man kann sich nämlich deutschlandweit als einer der 100 Läuferinnen bewerben. Infos gibt‘s auch hier auf der Red Bull Website, dort gibt es auch Bilder von Mocki und ein Interview mit dem Hasen. Also… mit Mocki.

  • Jul4

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    Ich staune immer wieder, wie viele Menschen sich durch ein Massenevent wie „Siegtal Pur“ auf die Beine, respektive Räder bekommen lassen. Unfassbar. Mehr als 100.000 waren unterwegs, bei dieser Aktion. Autofreies Siegtal war das Motto, was übersetzt heißt: Man kam nirgends mehr hin. Außer eben auf dem Fahrrad oder per Inliner. Beides keine Option für den Autor hier. Aber scheinbar für Hunderttausend Menschen zwischen Hennef und Siegquelle. HUNDERTTAUSEND!

    Motion Blur Frozen
    Creative Commons License
    Foto von: Mariano Kamp Weiterlesen

  • Jun24

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    Ich finde, man muss wissen, wann es Zeit ist aufzuhören. Keine Angst, geht nicht um Jogi Löw. Es geht um Nicolas Mahut und John Isner. Zwei Jungs, die sich gedacht haben: Lass uns mal am größten und wichtigsten Tennisturnier der Welt teilnehmen und einen Weltrekord aufstellen. Bitte, warum nicht. Ihr Erstrundenspiel in Wimbledon wurde beim Stand von 59:59 im fünften Satz abgebrochen.

    The mistery woman in yellow at spitafields
    Sie gab bereits nach 5 Stunden auf und ging dann Shoppen. Weichei.
    Creative Commons License Foto von: Pit Van Meeffe


    Bitte was? Genau. Über 10 (in Worten zehn) Stunden dauerte die Partie – und war immer noch nicht fertig. Abbruch wegen Dunkelheit. Was treibt zwei Jungs dazu? Hat da denn keiner mal die Chuzpe, einen von diesen kleinen gelben Bällen an entscheidender Stelle Richtung Erdbeerstand zu dreschen, damit das Elend ein Ende hat? Quälen sich die beiden da einen halben Tag ab, Krämpfe, Belastung ohne Ende – und wofür? Die Vermutung, dass Mahut oder Isner (also der Sieger) in der zweiten Runde von einem Top-Ten-Spieler  mit 6:1, 6:0 und 6:1 amtlich weggefiedelt werden sind nicht unbegründet.

    Andererseits – wann hat man schon mal die Chance als kleines Licht im Welttennis so lange in Wimbledon vorzuspielen? Wann gibt‘s noch mal die Möglichkeit, den Weltrekord für das längste Tennismatch der Geschichte aufzustellen? Also bitte. Beide konnten übrigens beim Stand von 59:59 nur noch kriechen, hatten ernsten Sonnenbrand an beiden Armen und waren völlig fertig. Immerhin: John Isner, der Amerikaner, darf „Weichei“ zu dem Franzosen Nicolas Mahut sagen. Es war nämlich Mahut, der den Schiedsrichter nach über zehn Stunden entkräftet um den Abbruch bat. Weichei.

  • Jun12

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    Respekt. Mein lieber Herr Gesangsverein. Hut ab. Mehr Ehrenbezeugungen fallen mir jetzt auch nicht mehr ein. Doch! Ganz großes Kino. Trifft auf jeden Fall alles auf diesen Fall der Spielersperre aus Italien zu. Francesco Flachi – an sich schon ein Name für einen Fußballer, der manchem Kabarettisten das Wasser in die Augen treibt. Dieser Signore Flachi, seines Zeichens Sturmtank in Diensten des italienischen Zweitligaclubs Brescia Calcio, hat Kokain geschnupft.

    Diego Armando 1983
    Entgegen anders lautender Berichte ist diese Frisur nicht auf Drogen zurückzuführen. So war das damals einfach.Creative Commons License Foto von: diebmx

    Weil nun Flachi (der Name ist einfach zu gut, um ein Personalpronomen zu verwenden) dies bereits zum zweiten Mal getan hat, hat das nationale Anti-Dopinggericht ihn gesperrt. Für stramme zwölf Jahre! Flachi ist aktuell 35 Jahre alt, das heißt, er müsste auf einen sehr späten zweiten Stürmerfrühling kurz vor seinem 50. Geburtstag hoffen. In Italien sollte sowas aber möglich sein. Eins jedoch muss man dem Mann quasi strafmildern auslegen: Wie man bei der englischen Version von wikipedia liest, ist Flachi der Cousin von Adrian Mutu. Jener Mutu, der für Chelsea, Juve und Florenz spielte und ebenfalls schon wegen Kokaingebrauchs im Fußball gesperrt wurde und der auch gerade eine Sperre absitzt. Noch dazu (!!) soll Francesco Flachi der Neffe vom großen kleinen Maradona sein. Jener Maradona, der ja nun auch mehrfach so seine Differenzen mit den Doping- und Drogengesetzen hatte.

    Sollte Flachi also tatsächlich (ich kann den Eintrag auf wikipedia nicht ganz glauben) der Cousin des gesperrten Mutus und der Neffe des überführten Maradonas sein – ja, was soll der Mann denn da machen? Gegen diese Gene kommt der doch nicht an.

  • Jun6

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    Läuft und läuft und läuft…. Wahnsinn, wie fit Mocki auf den Punkt ist. Abliefern, wenn es drauf ankommt. Hat sie früher manchmal so ihre Probleme mit gehabt – für 2010 braucht sich die deutsche Leichtathletikszene aber wohl keine Gedanken um Sabrina Mockenhaupt zu machen.

    Sabrina Mockenhaupt
    Läuft auch auf dem Weg zum Bäcker und hat dafür immer eine Startnummer paratliegen: Mocki
    Creative Commons License Foto von: Ralf Heid

    31:23,86 Minuten über 10.000 Meter beim Europacup in Marseille – alle Hüte ab. Knapp sieben Wochen noch bis zur EM, das drahtige Siegerländer Laufwunder ist top in Form. Anders übrigens als die alternde Irina Mikitenko – sie hat die Norm in Marseille verpasst. Mocki wurde Zweite hinter einer Portugiesin – aber die packt sie bei der EM in Barcelona Ende Juli wohl auch noch.

    Da fällt es übrigens auf, dass die Siegerländer Laufelite sich mittlerweile in Obersdorf versammelt… Mocki ist hier hingezogen. Sven Daub, jahrelang Dominator der heimischen Läufe, wohnt jetzt auch hier. Und auch Nachwuchs-Hoffnung Tim-Arne Siedenstein, der für die SG Wenden die Hufe schwingt, kommt aus Obersdorf. Woran liegt’s? Die Luft? Der Wald? Das Wasser?