Siegerland-Sport
  • Fußball-Bundesliga
  • Jan26

    1 Kommentar

    Wie Hohn liest sich der Titel "Kein neuer Star" auf der FCB-Webseite... fehlt nur noch das "Ätsch!"

    Wer sich diesen “Spaß” beim FC Bayern München ausgedacht hat, versteht nun wirklich alles falsch an den neuen Medien allgemein und Social Media und Facebook im Besonderen. Selten habe ich so eine misslungene Social-Media-Aktion eines Bundesligavereins gesehen, die zurecht mit Hohn, Spott und Unverständnis quittiert wurde. Und das bei einem Club, der qua Selbstverständnis und Selbstdefinition doch in allem nur das Beste sein und bieten will. Am Donnerstag, 26. Januar, postete die offizielle Fanpage des FC Bayern auf Facebook folgende Statusmeldung:

    “Der FC Bayern verpflichtet einen neuen Offensiv-Spieler. Alle Infos gibt es auf der PK um 14 Uhr unter folgendem Link:[..]“

    Prinzipiell eine klasse Sache, eine prominente Neuverpflichtung exklusiv für die Facebook-Fans des Vereins zu präsentieren. Dies ist durchaus nicht üblich, im Normalfall übertragen eine solche Präsentation die üblichen Verdächtigen live (Sky, Sport1, etc.), außerdem gelingt in den heutigen Tagen wohl kein Transfer-Coup eines Superstars mehr, der nicht vorher spekulativ in diversen Fachblättern oder auf Webseiten unter der Überschrift “Bayern und XXX – Was läuft da?” angekündigt wird. Weiterlesen

  • Sep22

    0 Kommentare
    2009-01-28 BVB gegen Werder

    Thomas Schaaf, hier links, wird wohl noch an vielen TV-Tischen nach Bremen-Spielen stehen. Foto von: glockentierchen

    Wir ziehen nun alle mal gepflegt den Hut vor dem SV Werder Bremen. Dieser Verein scheint die Gesetzmäßigkeiten des modernen Fußballgeschäfts zumindest in einem Aspekt seit mehr als einem Jahrzehnt zu ignorieren. Die “Hire and fire”-Mentalität, die dank der vielen verschiedenen Sorten von Druck heute bei den Bundesliga-Clubs herrscht, scheint an der Weser keinen Einzug gehalten zu haben. Und das ist auch gut so. Seit mehr als 12 Jahren regiert an der Seitenlinie der Grün-Weißen Thomas Schaaf. Ehemaliger Amateurtrainer, ehemaliger Bundesligaspieler, ehemaliger Jugendspieler. Seit 1972, da spielte Schaaf in der D-Jugend, hat der Mann nur einen Verein: Werder Bremen.

    Diese hanseatisch sture Treue ist an sich schon seltsam und ungewöhnlich genug, noch ungewöhnlicher ist nur, dass der Verein dies ebenfalls mitträgt. Es gab in den zwölfeinhalb Jahren Amtszeit von Thomas Schaaf durchaus Phasen, in denen quasi jeder andere Club des ersten und zweiten Fußballhauses in Deutschland die T-Frage mit einem Wechsel beantwortet hätte. Werder nicht. Auch nicht in der vergangenen Saison, als Bremen phasenweise Richtung Abgrund marschierte und eine gewisse Portion Ratlosigkeit einkehrte. Auch dann nicht. Man hielt und hält an Thomas Schaaf fest, dies ist sowohl der ruhigen Hand des Managers Klaus Allofs zu verdanken, aber auch der Bremer Vorstand und die Vereinsführung scheint sich von medialem Druck, fehlenden Punkten oder sogar länger ausbleibendem Erfolg nicht abschrecken zu lassen. Man ist überzeugt: Schaaf ist es.

    Auch jetzt, wo man über eine Vertragsverlängerung von Allofs und Schaaf nachdenkt, gilt in Bremen das Highlander-Motto: There can only be one! Sagt zumindest Klaus-Dieter Fischer, mächtiger Mann im Verein, seit über 40 Jahren. “Werders Trainer kann nur Thomas Schaaf heißen”, so der 71-Jährige. Bewundernswert.

    Dass diese Trainertreue übrigens nicht ausschließlich auf die nordische Mentalität zurückzuführen ist, beweist der Hamburger SV knapp 100 Kilometer Luftlinie entfernt. Dort öffnet der HSV gerade Teil Zwölf der HSV-Puppenkiste namens “Wir suchen den Richtigen”.

  • Aug20

    3 Kommentare

    Bauklötzchen-Laufwege. Wo rot ist, war viel los. Quelle: Spiegel.de

    “Jaaaaa, das kann aber gar nicht sein, denn Schalke hat 2,73 Kilometer mehr zurückgelegt!” Man könnte meinen, nur noch die Kilometer zählen. So sehr ich mich auf die neue Bundesliga-Saison gefreut habe, so sehr nervt jetzt schon die neue Statistik. Mit großem Aufwand werden die Laufwege der Spieler vermessen und ausgewertet, das geschieht bei vielen Clubs schon länger. Aber seit dieser Saison sind diese Statistiken für jeden Fan und leider auch für jeden Journalisten abrufbar. So meldet die BILD-Zeitung

    “Zuständig ist die Firma Impire aus München. Die rückt zu jedem Spiel mit drei Mitarbeitern („Operatoren“) und fünf Monitoren an. Dazu kommen zwei HD-Kameras, die meist unter dem Stadiondach installiert sind. Jede Kamera filmt je eine Hälfte des Spielfelds.”

    Da spielen also an einem durchschnittlichen Samstagnachmittag bei sechs Bundesliga-Partien 18 Mitarbeiter mit 30 Monitoren und 12 HD-Kameras in den Stadien rum, damit wir solche Auswertungen lesen dürfen:

    “Keine andere Mannschaft zog so viele Sprints an wie die Slomka-Elf (161). Manuel Schmiedebach beschleunigte 26 Mal auf volles Tempo. Häufiger sprintete lediglich der Augsburger Axel Bellinghausen (27). Mit 12,87 km zurückgelegter Strecke war Schmiedebach zudem enorm fleißig. Nur Christian Träsch riss noch mehr Meter ab (13,25 km).”

    Glückwunsch. Ein Gutes hat diese Unart jedoch: Für Spieler wie Axel Bellinghausen (FC Augsburg) mag das die einzige Möglichkeit sein, mal in den Medien erwähnt zu werden. Rennen, als ob’s kein Morgen gäbe. Einfach drauf los, egal, wo der Ball ist. Einfach als Außenspieler von Eckfahne zu Eckfahne heizen. Ein Dutzend Mal. Hauptsache man “reißt Meter ab”. Und am besten mehr als Christian Träsch.

    Ich bin übrigens am Samstagnachmittag exakt 14,2 Meter gelaufen. Einmal von der Couch zum Klo. Was sagt das denn nun bitte aus?

  • Jun4

    1 Kommentar

    Genau heute vor 50 Jahren wurde in der ARD die erste Sportschau ausgestrahlt. Damals noch am Sonntag und komplett ohne (!) Fußballbeiträge. Erst ab 1965, also zwei Jahre nach Einführung der Bundesliga, durfte die ARD Spielberichte zeigen. Und auch nur zwei Stück zu Beginn. Das alles entnehmen wir einem interessanten Interview des Spiegels mit Heribert Faßbender – von dem man halten kann, was man will, der aber definitiv TV-Geschichte in Deutschland mitgeschrieben hat. Das Interview gibt es hier zum nachlesen. Und eines ist auch klar: Die ARD-Sportschau gehört mit zu den einprägsamsten TV-Erinnerungen meiner Kindheit. Samstags nach dem Baden Fußball gucken… Pflichtprogramm.

  • Mai31

    0 Kommentare

    „Das System Blatter hat wieder einmal gesiegt, und von der Spitze der FIFA-Pyramide geht nach diesen turbulenten Tagen von Zürich ein Signal an die gesamte Fußballwelt aus: Ehrlichkeit, Transparenz, Fair Play – vergesst es einfach!”

    Kommentar zur Wiederwahl Blatters auf Spiegel Online.

    „Der HSV ist ein großer Klub. Es ist eine Ehre für mich, hier zu arbeiten. Wenn ich es nicht schaffe, in Hamburg erfolgreich zu sein, möchte ich in Deutschland keinen anderen Verein als Trainer mehr übernehmen.”

    Armin Veh, neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt im Dezember 2010 in RP Online.

  • Mai16

    0 Kommentare

    Welcher Fußballclub auch immer mit dem Gedanken spielt, Darlington Omodiagbe zu verpflichten, sollte noch einmal genauer überlegen. Nicht, dass ich die fußballerischen Qualitäten des gebürtigen Nigerianers allzu gut beurteilen könnte, dafür schaue ich zu wenig Fußball in Dritten Programmen. Aber ein gewisses Gesetz der Serie, eine irgendwie geartete Tendenz rund um den Spieler Omodiagbe lässt sich nicht leugnen…

    Darlington Omodiagbe ist nämlich in dieser Saison abgestiegen. Und das zum fünften Mal in Folge. Fünf Spielzeiten hintereinander hat der 32jährige bei fünf verschiedenen Clubs gastiert und mit allen fünf ist er abgestiegen. Mit der SpVgg Unterhaching (2007), Carl Zeiss Jena (2008), dem VfL Osnabrück (2009), und Rot Weiss Ahlen (2010) gab es jeweils den Abstieg in der zweiten Liga. Und am vergangenen Wochenende schaffte “Omo” mit Wacker Burghausen den Klassenerhalt in der dritten Liga nicht. Wohin es jetzt geht, ist noch nicht klar, der Vertrag war nur für die dritte Liga gültig. Eins dürfte aber sicher sein: Wer auch immer sich den Nigerianer angelt, braucht vorerst keinen Meisterbus zu mieten. Denn Omodiagbe muss absteigen. Immer und immer wieder.

  • Mai12

    0 Kommentare

    Bild von der Seite 5-freunde-im-abseits.de

    Also ob der FC Schalke 04 nicht schon genug Probleme hätte… Man bereitet sich auf das wichtige Pokalfinale gegen den MSV Duisburg vor, man winkt gerade Torwart Manuel Neuer gen München “Adieu”, man beschließt eine in der Bundesliga sportlich erfolglose Saison und jetzt auch noch das. Die neuen Trikots sind da, darunter auch das Ausweichtrikot. Dieses – so will es uns eine hippe Werbeagentur der Firma Adidas weismachen – kommt in der Trendfarbe “Ultrabeauty” daher. Schick. Man könnte es auch lilarosa nennen.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wie die beiden kernigen Herren Kluge und Jurado verdeutlichen, ist dieses Hemdchen durchaus für die erste Herrenmannschaft gedacht. Begleitet von diesem kess abgesetzten Saum an der Hose und einem neckischen Streifchen pur-pinker Eleganz, der sich durch den Stutzen zieht… Man kann sich auch vorstellen, dass das Posieren in diesem Stück zu den Aufgaben gehört, um die sich die Schalke-Profis gekloppt haben dürften. Ich will nicht wissen, wieviele deftige Dusch- und Kabinenscherzchen sich Peer Kluge (der Profi links im beerenfarbenen Nichts) anhören durfte…

    Man fragt sich, warum die Kollegen bei Adidas nicht zu “pink” oder “lila” oder “mädchen” als Farbbezeichnung stehen können, sondern das ganze mit dem Verschwurbelungsversuch “Ultrabeauty” beheften. Aber gut. Immerhin ist eines klar: Selten hat das Wort “away” für “Auswärtstrikot” so gut gepasst. Ganz schnell “away” mit den Dingern.

  • Apr20

    0 Kommentare

    Die Fans finden es überwiegend schade, dass Frank Schaefer geht. Foto von: .mw

    Schade, der Mann war sympathisch und erfolgreich. Vielleicht kann er deshalb nicht Trainer des 1.FC Köln sein. Frank Schaefer hört zum Saisonende auf, das gaben der FC und sein aktueller Coach auf einer Pressekonferenz bekannt, vorher hatte Schaefer die Mannschaft informiert. Ein bedauerlicher Abschied, denn mit diesem Mann waren in Köln wieder bessere Zeiten angebrochen, der FC steht vor dem Klassenerhalt, die Mannschaft hatte wieder Struktur bekommen, Spieler wie Podolski oder Novakovic blühten auf, eine Heimserie wurde gestartet und die Kölner Zuschauer konnten wieder zufrieden und sogar begeistert nach Hause gehen. Dass Schaefer trotz eines Angebots zu deutlich verbesserten Bezügen aufhört, hat seine Gründe.

    Der Kölner Stadt-Anzeiger geht darauf in diesem Artikel ein, nennt unter anderem die fehlende Rückendeckung aus der (auch sportlichen) Führung und das mangelnde Händchen im Umgang mit Schaefer. Sicher, wenn der Geschäftsführer öffentlich bekundet, ob der Trainer bleiben werde, das wolle man mal noch sehen oder wenn sich der Sportdirektor in die Mannschaftsaufstellung einmischt, macht man es einem gestandenen Mann schwer, seinen Vertrag freudig zu verlängern. Schaefer zieht sich wieder zurück, wird wohl wieder Amateurtrainer in Köln, entscheidet sich gegen das Geld und gegen die Öffentlichkeit. Als Grund für seinen Rückzug nannte der 47jährige private Gründe. Die Fans reagierten in sozialen Netzwerken und in den Online-Foren der Szene fast durchweg überrascht und mit Bedauern – Schaefer war ungemein beliebt, kein Zampano, kein Provokateur, kein extravaganter Sprücheklopfer. Er lehnte ein gutes Angebot ab, weil er die berufliche Situation mit seinem Privatleben nicht vereinbaren konnte. „Eine sehr mutige und außergewöhnliche Entscheidung“, sagt der Sportdirektor Volker Finke. Der ist nun mit der Aufgabe betraut, einen Nachfolger zu finden.